Schwere Last verschafft kkm Erleichterung

200 Tonnen Stahl tragen Modulaufstockung des Katholischen Klinikums Mainz

06.06.2019

Schwere Last verschafft kkm Erleichterung

200 Tonnen Stahl tragen Modulaufstockung des Katholischen Klinikums Mainz

(Mainz, 06.06.2018, cb) Der zweite Teil der Aufstockung des Katholischen Klinikums Mainz (kkm) geht in die Endphase. 40 Meter lang und 200 Tonnen schwer sind die sechs Stahlträger, die in diesen Tagen in Millimeterarbeit behutsam über das Dach des Bauteils 400 gelegt werden. Zwei Schwerlastkräne hieven sie nach oben, wo sie mit rund 4.000 Schrauben zu einem Konstrukt verbunden werden. Sie dienen dort als Boden für die letzten 33 Module, die dem Klinikum auf drei Etagen weitere rund 2.600 qm mehr Fläche geben. Mit der Anbindung an die bereits im Frühjahr 2018 erfolgte Aufstockung des Bauteils 204 wird das kkm dann bis Ende 2020 um insgesamt 5.600 qm gewachsen sein. Die Baukosten für die gesamte Maßnahme belaufen sich auf rund 30 Millionen Euro.

Platz, viel Platz ist unter anderem das, was das Katholische Klinikum dringend braucht. Seit Ende 2015, als das Katholische Klinikum Mainz (kkm) mit der Umsetzung einer umfassenden strategischen Erneuerung (kkm 2025) begonnen hat, war es mit dem Vollzug der Einhäusigkeit (der Schließung des Standortes St. Hildegardis Krankenhaus) und der Durchführung der Kernsanierung und Modernisierung der 5. und der 6. Halbetage eng geworden am Standort An der Goldgrube 11 in der Mainzer Oberstadt. Parallel zum Hinterfragen und Anpassen von zahlreichen Prozessen und Strukturen starteten die ersten erforderlichen Außen-Baumaßnahmen im April 2018 mit der Aufstockung des Bauteils 204. Hier entstanden in Modulbauweise (36 Module à 20m Länge, einer Breite von etwa 4m und einer Höhe von 3,50 m; Gewicht rund 28 Tonnen pro Modul) in weniger als neun Monaten drei neue Etagen und somit rund 3.000 qm mehr Bruttogrundfläche. Um den gesamten erforderlichen Platzbedarf von rund 5.600 qm zu erzielen, ist jedoch auch die Aufstockung des Bauteils 400 und eine Anbindung an das Bauteil 204 erforderlich.

Aufgrund der statischen und baulichen Komplexität konnte mit der Aufstockung des Bauteils 400 allerdings mit vorbereitenden Maßnahmen erst Anfang April 2018 begonnen werden. Hier war, anders als bei Bauteil 204, die Anbindung, sprich die Überbauung des Zwischenraums zwischen den beiden Gebäuden, zu berücksichtigen. Dafür entstand eine Stahlbetontragkonstruktion mit einer aufwendigen Pfahlgründung, ähnlich wie bei einem aufwändigen Brückenbau. Auf ihr aufgelagert werden aktuell die Stahlträger, die vergleichbar mit einem Tisch dann die Last der 33 Module, also insgesamt etwa 990 Tonnen tragen werden. Doch bevor dies soweit ist, wird erst noch eine Betonfläche von 30 cm Stärke aufgebracht, welche als aussteifende Scheibe dient, bevor die Module gestellt werden können. Danach kann erst der Ausbau erfolgen, sodass geplant ist ab Frühjahr 2020 die nächsten Stationen in dem neuen Bauteil in Betrieb zu nehmen. Damit ist dann wieder Platz geschaffen, um die Kernsanierung im Haupthaus auch auf den in die Jahre gekommenen bettenführenden Stationen weiter voranzutreiben.

„kkm 2025, wie unser Zukunftskonzept heißt, ist daher nicht nur baulich und prozessual, sondern auch wirtschaftlich und organisatorisch eine große und besondere Herausforderung -  sowohl für unsere Mitarbeiter, aber natürlich in gewisser Weise auch für unsere Patienten. Wir haben uns daher ganz bewusst für eine Modulaufstockung entschieden, da sie nicht nur weitestgehend wetterunabhängig sondern auch deutlich schneller und insgesamt weniger belastend für den weiterlaufenden Betrieb des Klinikums realisiert werden kann als eine konventionelle Bauweise.“, erläutert Dr. med. Patrick Frey, MBA, einer der beiden Geschäftsführer des kkm.

„Auch für mich ist die Fertigstellung dieses Bauabschnittes etwas Besonderes, da die Primärkonstruktion des tragenden Systems extrem komplexe Anforderungen an gemeinsame Abstimmungen mit den Tragwerksplanern stellte. Das funktioniert nur mit einer intensiven und gemeinschaftlichen Zusammenarbeit. Beispielsweise wurde allein nur für die Umsetzung der statischen Belange der Bauzwischenstände eigens ein Ingenieurbüro eingeschaltet“, erläuterte Hr. Martin Hof, der zuständige Projektleiter vom Architekturbüro SanderHofrichter.


Über das Katholische Klinikum Mainz
Das Katholische Klinikum Mainz (kkm) ist mit seinem Standort St. Vincenz und Elisabeth Hospital ein Krankenhaus der Schwerpunktversorgung. Mit seinen zertifizierten Fachzentren (AltersTraumaZentrum, Lokales Traumazentrum, Viszeralonkologisches Zentrum, Darm-, Diabetes-, Pankreas-, Brust-, Endoprothetik-, Gefäß-, Lungen-, Schilddrüsenzentrum) sowie weiteren 17 Fachabteilungen, 597 Betten und über 1.500 Beschäftigten nimmt es einen überregionalen Versorgungsauftrag wahr. Jährlich werden im kkm über 50.000 Patienten ambulant und stationär behandelt. Das kkm hat einen im Landeskrankenhausplan verankerten Versorgungsauftrag und ist akademisches Lehrkrankenhaus der Johannes Gutenberg-Universität Mainz. Darüber hinaus betreibt es eine staatlich anerkannte Gesundheits- und Krankenpflegeschule mit 70 Ausbildungsplätzen für Gesundheits- und Krankenpflege.
Das Katholische Klinikum Mainz ist eine kirchliche Einrichtung des Caritasverbandes für die Diözese Mainz und der Marienhaus GmbH in Trägerschaft des Caritas-Werkes St. Martin GmbH. Die Patientenversorgung erfolgt unter dem Leitsatz „menschlich und kompetent – für die Stadt und die Region“. Seit 2004 ist im kkm ein Qualitätsmanagementsystem etabliert, das Krankenhaus ist nach DIN ISO 9001:2015 zertifiziert.

Mehr Informationen: www.kkm-mainz.de

 

 

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