Mainzer Benefizregatta „Rudern gegen Krebs“ erbringt 25.000 Euro!

Die Stiftung Leben mit Krebs übergibt die Erlöse an zwei Mainzer Kliniken

27.02.2018

Bei der 13. Benefizregatta „Rudern gegen Krebs“ in Mainz kamen am 01. Juli vergangenen
Jahres durch das Engagement der 304 Teilnehmer, Sponsorengelder und Spenden 25.000
Euro zusammen. Heute fand hierzu im Bootshaus des Mainzer Ruder-Vereins (MRV) die
offizielle Scheckübergabe statt. Die Stiftung Leben mit Krebs unterstützt als
Regattaveranstalter mit dieser Summe zwei Mainzer Projekte. Zum einen werden damit in
den Krebszentren des Katholischen Klinikums Mainz supportive Therapien wie Sport-,
Musik- und Malprogramme ausgebaut. Zum anderen kommt der Erlös des Einlagerennens
der Fastnachtsvereine „Meenzer Narren-Cup“ der Stiftung „Kinder. Gesundheit. Mainz“
zugute zur Unterstützung des Aufbaus einer neuen Notfallaufnahmestation am Zentrum für
Kinder- und Jugendmedizin JGU Mainz. Die Scheckübergabe erfolgte im Beisein der beiden
Schirmherren der Veranstaltung, Julia Klöckner, Landesvorsitzende der CDU Rheinland-
Pfalz, und Michael Ebling, dem Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Mainz sowie
weiterer Ehrengäste.


Klaus Schrott, Vorstandsvorsitzender der in Mainz-Kastel ansässigen Stiftung Leben mit Krebs,
freut sich über das Ergebnis der Regatta: „Die Erfolgsgeschichte der Mainzer Ausgabe von
„Rudern gegen Krebs“, unserer ältesten Regatta, beeindruckt uns jedes Jahr aufs Neue. Wir
freuen uns, dass wir zwei Mainzer Projekten einen Gesamtbetrag in Höhe von 25.000 Euro zur
Verfügung stellen können. Dank der Erlöse der Regatta und dieser Supportivangebote kann
Krebspatienten auf ganz besondere Weise geholfen werden - ihre Lebensqualität wird
spürbar besser. Außerdem soll die neue Notfallaufnahmestation die unverzügliche
medizinische Betreuung aller kritisch kranken Kinder und Jugendlichen sichern können“, so
Klaus Schrott weiter.

304 Sportlerinnen und Sportler in 76 Teams mit Unterstützern aus allen Bereichen der
Gesellschaft, Vereinen, Arztpraxen, Krankenhäusern und dem Universitätsklinikum sowie
einige Patientenboote nahmen an der Regatta teil und haben ihren Erfolg mitgeschrieben.
Darunter auch sechs Teams der regionalen Fastnachtsvereine, die sich zum dritten Mal in
Folge beim speziellen Rennen „Meenzer Narren-Cup“ in die Riemen legten. Für eine
Kooperation konnte hierzu die Mainzer Fastnacht eG – im wahrsten Sinne des Wortes – mit
ins Boot geholt werden. Horst Seitz, Präsident des Mainzer Carneval Clubs 1899 e.V. ist von
Anfang an dabei und erklärt: „Die mitwirkenden Vereine folgen dem Credo der Meenzer
Fastnacht: „Freude spenden, Trübsal wenden“, deshalb ist es uns wichtig, dass neben der
sportlichen Herausforderung der Spaß und die gute Sache im Vordergrund stehen“.

Auch der Landeshauptstadt Mainz und anderen Unternehmen aus der Region gebührt Dank
für die mehr als 10 Jahre Unterstützung der Stiftung. Julia Klöckner, MdL, Fraktions- und
Landesvorsitzende der CDU Rheinland-Pfalz betont als Schirmherrin der Regatta, dass die
Aktion aus dem Veranstaltungskalender der Stadt Mainz nicht mehr wegzudenken ist.
„Bereits zum 13. Mal haben Profis und Amateure in Mainz auf dem Rhein, aber auch
Sponsoren und Förderer ein starkes Zeichen gesetzt, gegen den Krebs und für das Leben. Sie
sind in spannenden und unterhaltsamen Wettfahrten gegeneinander und doch vereint in der
Sache angetreten. Denn gerudert und Geld gesammelt wurde für den guten Zweck. Dafür,
dass Patientinnen und Patienten mit Krebserkrankungen neue Lebensqualität vermittelt wird,
dass sie Zuversicht und Wille sowie Freude am Leben haben.“

Der Mainzer Oberbürgermeister Michael Ebling, langjähriger Schirmherr der Veranstaltung,
erinnert sich gerne an die Vorjahre der Benefizaktion: „Als im Jahr 2005 die erste Regatta
„Rudern gegen Krebs“ gestartet wurde, ahnten selbst kühne Optimisten wohl kaum, dass
dieser Benefizwettbewerb sich nach einem Dutzend Jahren so gut bewährt haben würde und
sich als ein alljährlich schon mit Vorfreude erwarteter Bestandteil des Mainzer Lebens am und
mit dem Rhein, verbunden mit der großen Mainzer Rudertradition, bei uns etablieren würde.
Ich nenne es ein „gelungenes Experiment“ wohl auch deshalb, weil es die Ausrichter mit
Kreativität und immer wieder neuen Akzenten verstanden haben, neben der Gaudi, große
Aufmerksamkeit auf den guten Zweck zu lenken.“

Nicht zu vergessen war dabei die großzügige Unterstützung der Sponsoren und Förderer wie
die der Mainzer Volksbank (MVB) oder der Firma An den Obstgärten Bauträger / J. Molitor
aus Ingelheim sowie der Else Kröner-Fresenius-Stiftung aus Bad Homburg, dem Hauptförderer
der Stiftung Leben mit Krebs. Sie alle haben mit namhaften Summen und Engagement dazu
beigetragen, dass die Regatta und die onkologischen Projekte zustande gekommen sind und
weiter geführt werden können. Prof. Dr. Martin Zörnig von der Else Kröner-Fresenius-Stiftung
(EKFS) überbrachte die Glückwünsche der EKFS zu der gelungenen Regatta und dem
beeindruckenden Spendenerfolg, der wie seit Jahren der Verbesserung der Lebensqualität
von Krebspatienten zu Gute kommt. Prof. Zörnig verwies auf die langjährige Zusammenarbeit
der EKFS mit der Stiftung Leben mit Krebs, als deren Hauptförderer die EKFS seit 2008
bedeutende Fördermittel für die Programme in den Bereichen Sport und Kunst zur Verfügung
stellt. Guido Behrendt, MVB-Direktor für die Region Mainz, lobt in diesem Zusammenhang die
wichtige Arbeit aller Beteiligten und zeigt sich stolz, als regionale Bank einen Teil dazu
beitragen zu können.

Den ersten Scheck mit der bemerkenswerten Summe in Höhe von 18.000 Euro nahmen Dr.
med. Patrick Frey, MBA, Geschäftsführer im Katholischen Klinikum Mainz, und Univ.-Doz. Dr.
med. Peter Hollaus, M. A., Chefarzt der Thoraxchirurgie und Leiter des Lungenzentrums am
kkm sowie Dr. med. Bernhard Gohrbandt, Oberarzt und Koordinator des Lungenzentrums
entgegen. Alle drei freuen sich, zum vierten Mal Kooperationspartner der Veranstaltung
gewesen zu sein. Dr. Hollaus erklärt genauer die Hintergrunde: „Durch das Engagement der
zahlreich teilnehmenden Mainzer Unternehmen, Sponsoren und Ruderteams wird auf diesem
Weg die Grundlage geschaffen, den rund 500 Patienten des Brust-, Darm- und Lungenkrebs-
Zentrums am Katholischen Klinikums Mainz Mal-, Musik- und Sporttherapien zu ermöglichen.
Diese Therapien umfassen die Prävention und das Management von unerwünschten
Nebenwirkungen einer Tumorerkrankung und bedeuten auch eine Verbesserung der
Rehabilitation und des Überlebens.“ Dr. Gohrbandt fügt hinzu: „Das Projekt geht somit über
die Standardleistungen und Therapiemöglichkeiten innerhalb der klinischen Betreuung hinaus
und wird von den Krankenkassen nicht finanziert.“ Dr. Frey betont dabei noch ein Aspekt: „Es
freut uns sehr, dass die Regatta auch im letzten Jahr allen Beteiligten großen Spaß bereitete,
was sich ebenfalls in der hohen Teilnehmerzahl unseres Klinikums in Mainz (20 Boote) und
des Schwesterkrankenhauses, des Heilig-Geist-Hospitals in Bingen (5 Boote) widergespiegelt
hat. Zudem zeigt es, dass sich unsere Ärzte, Pflegkräfte und Verwaltungsmitarbeiter nicht nur
auf dem Land als Team im Kampf gegen den Krebs verstehen, sondern auch Hand in Hand auf
dem Wasser sportlich zusammen arbeiten“, erläutert der Geschäftsführer.

Der zweite Scheck mit dem Betrag in Höhe von 7.000 Euro, Erlös der Regatta um den
„Meenzer Narren-Cup“, wurde von Univ.-Prof. Dr. med. Fred Zepp, Direktor des Zentrums für
Kinder- und Jugendmedizin der Universitätsmedizin und Vorsitzendem der Stiftung "Kinder.
Gesundheit. Mainz", empfangen. Mit Freude und Dank betont dabei Prof. Zepp die Bedeutung
der Teamleistung: „Das Ruder-Spektakel transportiert eine wichtige symbolische Botschaft:
Rudern funktioniert am besten im Team und steht damit stellvertretend für unsere Vision,
kranke Kinder gemeinsam mit ihren Familien umfassend, individuell und persönlich zu
betreuen. Unser wichtigstes Ziel ist aktuell der Aufbau und die Weiterentwicklung einer
pädiatrischen Notaufnahmestation, in der eine noch effektivere Erstversorgung unserer
kleinen Patienten aus der Region Mainz erfolgten kann. Deshalb freue ich mich, dass die
Regatta der „Meenzer Narren“ einen Beitrag zur Finanzierung dieser wichtigen Station leistet,
die das Bindeglied zwischen der ambulanten Kindernotaufnahme und den stationären
Versorgungseinheiten der Kinderklinik darstellen soll.

„Ein Event dieser Größenordnung wäre unmöglich ohne das Engagement des Mainzer Ruder-
Vereins 1878 e.V., der sich seit 13 Jahren als Ausrichter an der Organisation der Regatta
beteiligt“, betont Klaus Schrott und bedankt sich dafür beim MRV. „Das bedeutet nicht nur,
dass für den Tag der Regatta zahlreiche freiwillige Helfer aktiviert werden müssen, sondern
auch, dass die Betreuung und Ausbildung der meist unerfahrenen Teilnehmer-Mannschaften
im Vorfeld der Veranstaltung durch etliche erfahrene Ruderer gewährleistet wird“, sagt Astrid
Häfner, Vorstandsmitglied des MRV. Martin Steffes- Mies, Präsident des MRV erläutert weiter
die Motivation seines Vereins: „In den dreizehn Jahren der Zusammenarbeit mit der Stiftung
Leben mit Krebs hat es allen Beteiligten vor allen Dingen Spaß gemacht, für Krebspatienten
etwas zu tun und die gesunde Verbindung von Krankheit und Sport weiter in die Öffentlichkeit
zu tragen. Letztes Jahr haben wir den Austragungsort der Regatta direkt vor unser Bootshaus
geholt, was noch deutlicher zeigt, dass Freizeitsport und Spitzensport im Mainzer Ruder-
Verein seit jeher auf einer Stufe stehen. Die Mitglieder haben deshalb befürwortet, auch 2018
diese Regatta zu veranstalten“.

Die 14. Mainzer Benefizregatta „Rudern gegen Krebs“ wird am 11. August 2018 vor dem
Bootshaus des MRV stattfinden. Weitere Informationen entnehmen Sie in Kürze der
Homepage www.rudern-gegen-krebs.de (Regatten 2018/ Mainz).

Die Benefizregatta „Rudern gegen Krebs“
„Rudern gegen Krebs“ – eine in Mainz geborene Initiative der Stiftung Leben mit Krebs – wird bundesweit seit 2005 in Kooperation mit lokalen Rudervereinen und onkologischen Zentren ausgetragen. Bisher haben insgesamt 91 „Rudern gegen Krebs“ Regatten stattgefunden. 25.000 Ruderbegeisterte legten sich bisher in 23 deutschen Städten für die gute Sache in die Riemen. Pro Jahr werden zehn und mehr solche Regatten ausgetragen. Somit ist die Regatta die größte Breitensportveranstaltung dieser Art in Deutschland.
Dank der Stiftung, unterstützt durch den Hauptförderer – die Else Kröner-Fresenius Stiftung – kommen jährlich etwa 10.000 Patientinnen und Patienten in den Genuss von bundesweiten Angeboten wie Sportprogramme, Kunst-, Tanz- oder Wandertreffs. Jährlich lässt die Stiftung einschlägigen Projekten ca. 500.000 Euro an Fördermitteln zugutekommen.