Umzug der Klinik für Pneumologie

Klinik für Pneumologie zieht vom St. Hildegardis ins St. Vincenz um - Katholisches Klinikum Mainz (kkm) geht finalen Schritt zur Einhäusigkeit

17.10.2017

Am kommenden Sonntag, den 22. Oktober 2017 wird die Klinik für Pneumologie vom St. Hildegardis-Krankenhaus an das St. Vincenz und Elisabeth Hospital umziehen. Die neue Adresse lautet dann auch für diese Klinik „An der Goldgrube 11, Mainz“. Mit den rund 40 Patienten werden auch fast 50 Mitarbeiter in die Oberstadt kommen. Mit dem Umzug dieser letzten noch dort verbliebenen Klinik wird nicht nur das Einzige und eines der ältesten Lungenzentren wieder an einem Ort vereint. Das kkm geht damit den finalen Schritt zur Einhäusigkeit, auch wenn das Schlaflabor und die Isolierstation als letzte Bereiche erst Anfang 2018 umziehen werden. Das St. Hildegardis-Krankenhaus wird nun verkauft werden. Voraussichtlich bis Ende 2018 werden vom kkm Stationen im Pneumologebäude weiterhin als Backup „im Hilde“ betriebsbereit gehalten, um eventuellen Kapazitätsengpässen begegnen zu können.

„Wir als Katholisches Klinikum Mainz (kkm) haben das Ziel „Leuchtturm einer Menschen zugewandten Betreuung zu sein“, sagt der Geschäftsführer Dr. med. Patrick Frey, MBA. „Dafür ist es wichtig, sich an den Bedürfnissen unserer Patienten zu orientieren und diese optimal zu befriedigen. Und dazu gehören nicht nur funktionierende Strukturen und Prozesse, sondern auch besondere Behandlungs- und Betreuungskonzepte. So gilt es, unsere Menschlichkeit mit all unseren Kompetenzen an einem Ort zu bündeln, Wege kurz zu halten, Ressourcenschonend zu arbeiten und den Mensch als Individuum zu sehen, trotz der wirtschaftlich engen Rahmenbedingungen im deutschen Gesundheitswesen. Daher fragen wir uns bei alle dem, was wir tun, wie wir selbst gerne behandelt werden möchten, wenn wir krank sind und Hilfe benötigen. Aus diesen und vielen weiteren Gründen, wie u.a. auch dem hohen Sanierungsbedarf des St. Hildegardis-Krankenhaus, haben wir uns schon vor längerer Zeit entschlossen, den Weg zur Einhäusigkeit am Standort „An der Goldgrube“ zu gehen.“

Um dies realisieren zu können ist ein Umzug allein jedoch nicht ausreichend. Am St. Vincenz und Elisabeth Hospitals wird eine Kernsanierung im Kontext mit anderen Maßnahmen durchgeführt, so dass die Patienten gleich mehrfach profitieren. Die ersten Bau- und Strukturmaßnahmen wurden bereits im 5. Obergeschoss erfolgreich umgesetzt. Seit Juli 2017 sind hier die Patienten der Klinik für Akutgeriatrie eingezogen.

Helle freundliche Zimmer mit integriertem Bad warten auch auf die Patienten der Pneumologie. Die Flure sind breit und lichtdurchflutet, so wie man es bislang von den allerwenigsten Krankenhäusern in Deutschland kennt. Ein besonderes Farbkonzept, ansprechende Bilder und Beschäftigungsstationen tragen zum  Wohlbefinden bei. Ein grandioser Blick über den Mainzer Grüngürtel, über den Dom bis hin weit über den Rhein, lässt kaum einen Gedanken an einen Krankenhausaufenthalt aufkommen. Für Geborgenheit und eine gute Betreuung sorgt zudem auch ein großzügig gestalteter Aufenthaltsbereich, der sich dem Balkon anschließt. Bequeme Sitzmöglichkeiten laden Patienten und Besucher zum Verweilen ein.  Der gegenüberliegende Pflegetresen,  an dem das Personal einige administrative Tätigkeiten ausführt, gibt den Patienten das Gefühl, nicht allein zu sein. Die Pflegekräfte profitieren darüber hinaus von einer gut überschaubaren Situation.

„Unsere pneumologischen Patienten benötigen oftmals eine intensive und interdisziplinäre Versorgung“, erläutert Prof. Dr. med. Cornelius Kortsik. „So ist es beispielsweise wichtig, die Radiologie und auch die Thoraxchirurgie in unmittelbarer Nähe zu haben und den Patienten so kompetent und serviceorientiert wie möglich zu begegnen. Es war uns wichtig, am Standort St. Vincenz ein Konzept umzusetzen, das es erlaubt, eine hoch spezifische Medizin anzubieten, die auf einem breiten, ganzheitlichen Ansatz basiert, und ihnen gleichzeitig zu mehr Lebensqualität und Selbständigkeit in einem interdisziplinär arbeitenden Team zu verhelfen. Dabei setzen wir auch auf eine gute, kollegiale Zusammenarbeit in einem gewachsenen Netzwerk.“

„Aber allein mit einer Kernsanierung und Umzügen der verbliebenen beiden Kliniken ist es nicht getan“, erläutert der Geschäftsführer des Katholischen Klinikums Mainz, Dr. med. Patrick Frey, MBA. „Seit Ende 2015 verfolgen wir das Zukunftskonzept „kkm 2025“. Dies beinhaltet auch unter anderem die Anpassung der zentralen IT- und Infrastruktur, ein Hinterfragen und Weiterentwickeln der zahlreichen Prozesse sowie eine umfassende Kommunikation – und dies bei laufendem Betrieb. So zieht Zukunft „An der Goldgrube“ ein. Für den Standort des St. Vincenz und Elisabeth Hospitals des kkm in der Mainzer-Oberstadt bedeutet die Umsetzung des Projektes „kkm 2025“ einen Zuwachs von ca. 4.500 auf dann insgesamt über 50.000 Patienten jährlich. Ebenso sind beim viertgrößten Arbeitgeber der Stadt insgesamt rund 240 Beschäftigte umgezogen. Die baulichen Maßnahmen wurden allein aus Eigenmitteln finanziert und bei verschiedenen abgegrenzten Maßnahmen häufig durch lokale Firmen umgesetzt,“ erklärt Frey abschließend.