Verabschiedung St. Hildegardis-Krankenhaus

Gottesdienst und Festakt am 17. September - Katholisches Klinikum Mainz (kkm) nur noch an einem Standort

Abschied vom Mainzer St. Hildegardis-Krankenhaus

14.09.2017

Mit einem Gottesdienst und einem Festakt am Sonntag, den 17. September 2017 geht die Ära des ältesten Krankenhauses in Mainz nun offiziell zu Ende. Mehr als 100 Jahre war „das Hilde“, wie es liebevoll im Volksmund genannt wird, eine der ersten Anlaufstellen in Mainz, wenn es um die stationäre Versorgung von Patienten ging. Dabei war das Krankenhaus über die Jahre hinweg der Inbegriff für Menschlichkeit und Kompetenz. Die zuletzt dort noch verbliebenen Kliniken, die Geriatrie und die Pneumologie mit dem Lungenzentrum, genießen über die Stadtgrenzen hinaus einen hervorragenden Ruf. Mehrere tausend Mainzer und Rheinhessen haben hier das Licht der Welt erblickt und sind durch ihre ganz persönliche Geschichte mit dem Haus verbunden. Am Tag der heiligen Hildegard, am Sonntag, den 17.09.2017, besteht ab 15.00 Uhr im Rahmen eines Gottestdienstes die Möglichkeit vom St. Hildegardis-Krankenhaus in der Hildegardstr.2, 55131 Mainz, Abschied zu nehmen. Im Anschluss an den folgenden offiziellen Festakt ist ein gemütliches Beisammensein bei Musik und einem Imbiss vorgesehen. Mit dem Umzug der letzten dort noch verbliebenen Klinik, der Pneumologie, an den Standort „An der Goldgrube“ vollzieht das Katholische Klinikum Mainz (kkm) im Oktober dann die Einhäusigkeit. 

Mit dem Ziel der Verbesserung der Patientenorientierung bei gleichzeitig ressourcenschonender Arbeitsweise realisiert das Katholische Klinikum Mainz (kkm) die Einhäusigkeit im Rahmen seines Programms „kkm 2025“. Mit der Zusammenlegung des St. Hildegardis Krankenhauses (SHK) mit dem St. Vincenz und Elisabeth Hospitals (VEH) an den Standort „An der Goldgrube“ in Mainz werden aber nicht nur umfassende Bau- und Modernisierungsmaßnahmen umgesetzt. Prozesse werden optimiert, die IT- und Infrastruktur modernisiert und die Kommunikation verbessert. Für das kkm in der Mainzer-Oberstadt bedeutet die Umsetzung des Programms „kkm 2025“ einen Zuwachs von ca. 4.500 auf mehr als 50.000 Patienten jährlich. Hinzu kommt beim viertgrößten Arbeitgeber der Stadt ein Umzug von 240 Beschäftigten. Auch nach dem Umzug der bislang letzten dort noch verbliebenen Klinik, der Pneumologie, im Oktober diesen Jahres werden noch das Schlaflabor und die Isolationseinheit dort angesiedelt sein, bis auch sie 2018 umziehen werden. Aufgrund der der Komplexität des Programms „kkm 2025“ wird die Realisierung einige Jahre dauern. Für die Patienten wird daher nicht alles unmittelbar sicht- und erfahrbar sein.    

Meilensteine

Der erste große Meilenstein war sicherlich die Inbetriebnahme des komplett kernsanierten 5. OG. des VEH, in das die Klinik für Akutgeriatrie im Juli 2017 vom Standort SHK eingezogen ist. Im Oktober ist dann noch der Umzug der Pneumologie an die Goldgrube geplant. Die beiden neu gestalteten Stationen unterscheiden sich deutlich zu anderen Kliniken im gesamten Bundesgebiet. Große, helle Lounge- und Aufenthaltsbereiche mit hotelähnlichem Charakter empfangen die Patienten freundlich und lassen durch einen direkt angeschlossen und offenen Arbeitsbereich eine optimale Betreuung dieser durch das Pflegepersonal zu. Die Bäder sind großzügig gestaltet und in die Zimmer integriert. Zug um Zug ist geplant, alle Stationen kern zu sanieren und an die Bedürfnisse der Patienten anzupassen.

Neben diesen Maßnahmen ist zusätzlich eine Aufstockung von zwei Gebäudeteilen in Modulbauweise bis Ende 2018 vorgesehen. Ergänzend soll bis 2019 ein Facharztzentrum entstehen und dem kkm ein konkretes Profil geben. Dieser soll eine noch engere Vernetzung von stationärer und ambulanter medizinischer Versorgung ermöglichen und weitere Dienstleistungs- und Serviceangebote für Patienten, Angehörige und Interessierte bieten.

„Menschlichkeit und Kompetenz, dafür stehen wir als Katholisches Klinikum Mainz (kkm), erläuterten die beiden Geschäftsführer Dr. med. Patrick Frey, MBA und Michael Osypka, unisono. „Das St. Hildegardis-Krankenhaus ist das älteste Krankenhaus in Mainz und ist daher sehr eng mit einem Großteil der Bevölkerung verbunden. Vor dem Hintergrund dieser Historie ist es uns natürlich schwer gefallen, den Standort zu schließen. Die Patientenversorgung zu verbessern steht für uns jedoch an erster Stelle. Damit wir dies zukünftig und nachhaltig tun können, nehmen wir die Herausforderungen, wie den demografischen Wandel, den Fachkräftemangel und aber auch den Kostendruck und die politischen Rahmenbedingungen sehr ernst und stellen uns diesen. Aus diesem Grund verfolgen wir das Ziel „kkm 2025“ und sagen mit der Verabschiedung am 17. September, dem Tag der heiligen St. Hildegard „Dem Vergangenen DANK und dem Kommenden: JA!“