Klinik für Akutgeriatrie unter neuer Leitung

Dr. med. Lothar van den Abeelen ist neuer Chefarzt

21.10.2016

Mit Dr. med. Lothar van den Abeelen wird ab sofort die Chefarztposition der Klinik für Akutgeriatrie am Katholischen Klinikum Mainz (kkm) neu besetzt. Der 41-jährige Facharzt für Innere Medizin mit den Schwerpunkten Geriatrie und  Pneumologie sowie den Zusatzbezeichnungen medikamentöse Tumortherapie und Palliativmedizin kennt sich bestens mit sämtlichen Erkrankungen des Alters aus. Darüber hinaus sind ihm die Abläufe und kooperativen Schnittstellen  bestens bekannt. Bereits seit 2004 ist er im Haus und hat als kommissarischer Chefarzt die Klinik  seit April dieses Jahres sehr erfolgreich geleitet. Gerade vor dem Hintergrund der anstehenden Veränderung gibt es einige Herausforderungen. So steht im kommenden Jahr der Umzug der Klinik vom St. Hildegardis Krankenhaus an den Standort des St. Vincenz- und Elisabeth Hospitals an der Goldgrube an. Damit ist die Inbetriebnahme der ersten umfänglich kernsanierten und komplett neu gestalteten Station verbunden. So wird Dr. van den Abeelen maßgeblich den Ausbau der Schwerpunktkompetenz in der interdisziplinären und –professionellen Versorgung betagter Menschen aktiv voranbringen und wesentlich zur Zukunftsentwicklung des kkm beitragen.

 

 

Die Akutgeriatrie oder auch bekannt als Alters- oder Altenmedizin bzw. -heilkunde, beschäftigt sich mit der Lehre von den Krankheiten des alternden Menschen.  Dabei ist der Begriff des Alters starken historischen Veränderungen unterworfen. Galt früher ein Mensch über 60 Jahre bereits als alt, so darf er sich heute noch zu den so genannten „jungen Alten“ zählen, während Hochaltrigkeit nach aktueller Auffassung jenseits des 75. Lebensjahres beginnt. Aber auch mit 75 Jahren sind die weiteren Aussichten durchaus günstig: Die durchschnittliche Lebenserwartung beträgt dann immer noch über zehn Jahre (bei Frauen sogar deutlich mehr). Allerdings wird besonders die Selbstständigkeit alter Menschen durch Schlaganfälle, Herz-Kreislauferkrankungen, Folgen von Stürzen (zum Beispiel Bruch des Oberschenkelhalses) und der Kombination verschiedener innerer Erkrankungen (Multimorbidität) bedroht. Ziel der Geriatrie ist es, Menschen im fortgeschrittenen Lebensalter ihre Selbstständigkeit und ihre Lebensqualität wiederzugeben oder zu erhalten. Aufgrund der Altersstruktur unserer Gesellschaft mit einer zu erwartenden Zunahme an alten und hochaltrigen Patienten erscheint eine weitere Spezialisierung und Zuwendung auf die Besonderheiten dieser Patientengruppe mehr als notwendig.

 

Die Klinik für Akutgeriatrie am kkm beschäftigt sich daher mit den speziellen Anforderungen älterer Menschen und bezieht das Wissen aus anderen Fachgebieten eng mit ein. Ein interdisziplinäres und -professionelles Arbeiten ist daher unter Berücksichtigung der psychischen, funktionellen und sozialen Belange der Patienten selbstverständlich.

 

Zur Person:

Dr. Lothar van den Abeelen wurde 1975 in Lahnstein geboren, ist verheiratet, hat zwei Kinder und ist begeisterter Fahrradfahrer. Bereits unmittelbar nach seinem Medizinstudium in Mainz kam Herr Dr. van den Abeelen 2004 an das  Katholische Klinikum Mainz. Erst arbeitete er als Assistenzarzt in der Klinik für Innere Medizin, dann in der Klinik für Pneumologie und später, seit 2011, als Oberarzt in der Klinik für Akutgeriatrie. Als Facharzt für Innere Medizin mit den Schwerpunkten Geriatrie und Pneumologie sowie den Zusatzbezeichnungen medikamentöse Tumortherapie und Palliativmedizin kennt sich Dr. van den Abeelen bestens mit sämtlichen Erkrankungen des Alters aus. Darüber hinaus verfügt er über die erforderlichen Netzwerke und die nötige Schnittstellenkompetenz, die für eine optimale  Patientenversorgung in einer Querschnittsdisziplin wie der Geriatrie mit ihren teilweise sehr komplexen medizinischen und sozialen  Patientenanforderungen unerlässlich sind.. Als kommissarischer Chefarzt hat er die Klinik bereits seit April dieses Jahres erfolgreich geleitet.

 

„Altersbedingt leiden Geriatrische Patienten oft an vielen Krankheiten gleichzeitig“, so Dr. van den Abeelen, „ich sehe meine Aufgabe als Chefarzt darin, ihnen mit einer hoch spezifischen Medizin, die auf einem breiten, ganzheitlichen Ansatz basiert, wieder zu mehr Lebensqualität und Selbständigkeit zu verhelfen. Dazu gehört auch, die psychischen, funktionellen und sozialen Belange der alten Menschen miteinzubeziehen. Um all das zu erreichen, sind für ihn teamorientiertes und interdisziplinäres Arbeiten, der Aufbau von Kooperationen sowie eine qualitativ hochwertige und moderne Altersmedizin wichtig. „Wir arbeiten nicht an, sondern mit dem Patienten und beziehen seine Angehörigen in die Behandlung mit ein“, lautet sein Credo.

 

„Gerade vor dem Hintergrund der anstehenden Veränderung, wie unter anderem der Umzug der Klinik an den Standort des St. Vincenz-und Elisabeth Hospitals, und die Inbetriebnahme der ersten umfänglich kernsanierten Station im kommenden Jahr, freuen wir uns sehr, dass wir mit Dr. van den Abeelen einen so engagierten und interdiszipliniär arbeitenden Chefarzt gewinnen konnten. Er wird maßgeblich zur Zukunftsentwicklung des kkm beitragen“, ergänzen die beiden Geschäftsführer des kkm Dr. med. Patrick Frey, MBA und Michael Osypka, unisono.