Der Unterschied macht's: Silber für die Krankenhaushygiene im kkm

Katholisches Klinikum Mainz erhält als erstes Klinikum im Rhein-Main-Gebiet das silberne Zertifikat der “Aktion Saubere Hände“

22.07.2016

 

(Mainz, 22.07.2016) Es dauert nur 30 Sekunden, kann aber Leben retten: die Durchführung der Händedesinfektion, die vor und nach bestimmten Tätigkeiten und jedem Patientenkontakt in einem Krankenhaus durchzuführen ist. Dass diese im kkm vorbildlich ist, bestätigt nun das Silber Zertifikat der Aktion Saubere Hände. Als eines von nur 56 Krankenhäusern in ganz Deutschland und als das erste Klinikum im Rhein-Main-Gebiet wurde nun das Katholische Klinikum Mainz (kkm) ausgezeichnet. Damit unterscheidet sich das Klinikum deutlich von anderen Häusern, so wird unter anderem der Sollwert an Desinfektionsspendern zu 100 Prozent erfüllt und es erfolgt jährlich eine Compliance-Beobachtung auf Station und im Intensivbereich. Darüber hinaus sind sowohl die Krankenhausleitung als auch die Chefärzte und Pflegerischen Abteilungsleitungen stets über den Hygienestatus informiert.

Allein in Deutschland gibt es rund 600.000 Infektionen im Gesundheitswesen und rund 15.000 Todesfälle durch Keime. In über 80 Prozent der Fälle werden die Infektionen von Mensch zu Mensch durch die Hände übertragen. Daher gilt es die Infektionsketten durch entsprechende Hygienemaßnahmen zu unterbrechen. 30 Sekunden Händedesinfektion können also Leben retten!

Im Katholische Klinikum Mainz (kkm) hat die Gesundung von Patienten und damit auch die Hygiene im Krankenhaus höchste Priorität. Daher hat sich das kkm es seit vielen Jahren zur Aufgabe gemacht, die Händehygiene in beiden Häusern, dem St. Vincenz und Elisabeth Hospital sowie dem St. Hildegardis-Krankenhaus, zu optimieren und so zur Vermeidung von Krankenhausinfektionen beizutragen. Um von unabhängiger Stelle überprüft zu werden, beteiligt sich das kkm seit Gründung an der Kampagne Aktion Saubere Hände und bestätigt seither jährlich den Bronze Status. Nun konnten erstmals weitere Kriterien, wie unter anderem die Erbringung des Sollwertes an Desinfektionsspendern zu 100 Prozent und Durchführung einer jährlich eine Compliance-Beobachtung auf Station und im Intensivbereich erfüllt werden. Diese Auszeichnung spiegelt die dauerhafte und genaue Umsetzung der Handdesinfektion wieder und garantiert so einen weitgehenden Schutz vor Infektionskrankheiten bei Patienten. Gekennzeichnet ist die gute Umsetzung unter anderem durch den erhöhten Händedesinfektionsmittelverbrauch.

Allein im kkm arbeiten an 365 Tagen im Jahr rund 40 Personen -vom Facharzt für Hygiene und Umweltmedizin über Krankenhaushygieniker nach dem Curriculum der BÄK, Hygienefachkräfte bis hin zu Hygienebeauftragten (Ärzten und Pflegern) - für die Einhaltung der von der Kommission für Krankenhaushygiene und Infektionsprävention und dem Robert Koch Institut vorgegebenen Hygienestandards und damit für die Gesundheit der Patienten.

Die „Aktion Saubere Hände“ wurde im Januar 2008 als nationale Kampagne gestartet, seit 2011 ist es möglich Gold, Silber oder Bronze in Form eines Zertifikates zu erreichen. Inzwischen nehmen mehr als 800 Einrichtungen daran teil. Ziel ist es, mit dem Zertifikat die Teilnahme und die Qualität der Umsetzung sowie das Niveau der erreichten Veränderung abzubilden. Dabei verpflichten sich die Teilnehmer bestimmte Maßnahmen umzusetzen. Dazu zählen unter anderem Schulungen der Mitarbeiter, Kontrollen der einzelnen Abteilungen durch die Hygienebeauftragten sowie Hygienemaßnahmen und Kontrollen durch die Hygienekommission. Auch wird der Verbrauch an Händedesinfektionsmittel pro Station, Abteilung und Einrichtung ermittelt. Die „fünf Indikationen der Händedesinfektion“:

 

1)    Vor jedem Patientenkontakt

2)    Vor aseptischen Tätigkeiten (wie bspw. Verbandswechsel)

3)    Nach Kontakt mit potenziell infektiösem Material

4)    Nach Patientenkontakt

5)    Nach Kontakt mit der unmittelbaren Patientenumgebung

werden jeder Pflegekraft und am Patienten arbeitenden Mitarbeiter durch den Hygienebeauftragten näher gebracht. Auch findet jährlich ein Aktionstag statt, bei dem sowohl die Mitarbeiter, als auch die Besucher die Möglichkeit haben, sich über die richtige Händedesinfektion zu informieren.

„Dass es wichtig ist, die Hände gründlich zu waschen und zu desinfizieren, um die Übertragung von Krankheitserregern zu vermeiden, ist allgemein bekannt. Die Zeit und die Gründlichkeit sind dabei ausschlaggebend, denn die Patienten kommen ja zu uns um wieder gesund und nicht noch kränker zu werden“, erläutert Dr. med. Hubert Holz, der Krankenhaushygieniker am Katholischen Klinikum in Mainz.

„Die Händehygiene das A und O unseres täglichen Handelns. Wir freuen uns sehr, dass Zertifikat in Silber aufgrund unser sehr guten Ergebnisse und des großen Engagements Mitarbeiter zu erhalten“, erläutern Dr. med. Patrick Frey, MBA und Michael Osypka, die beiden Geschäftsführer des kkm unisono.