Ein Plus an Sicherheit

Katholisches Klinikum Mainz führt als erstes Mainzer Krankenhaus Patientenarmbänder flächendeckend ein

22.07.2016

Seit heute erhalten alle stationären Patienten des Katholischen Klinikums Mainz (kkm) ein persönliches Patientenarmband. Dies erfüllt mit der Angabe des Namens, des Geburtsdatums, des Geschlechts und der Patientennummer eine Art Ausweisfunktion, so dass die Patientensicherheit erhöht und möglichen Verwechselungen noch besser vorgebeugt werden kann. Insbesondere vor diagnostischen und therapeutischen Maßnahmen, wie beispielsweise Operationen, erlaubt es eine eindeutige Identifikation – auch wenn der Patient einmal nicht ansprechbar sein sollte. Mit der flächendeckenden Einführung der Armbänder wird, neben der Abfrage gemäß der WHO- Checkliste im OP, ein weiteres wichtiges Element im Konzept zur Erhöhung der Patientensicherheit am kkm umgesetzt. 

Das Tragen von Patientenarmbändern wird ausdrücklich vom deutschlandweit tätigen Aktionsbündnis Patientensicherheit e.V. empfohlen. Der Empfehlung des Aktionsbündnisses bezüglich Patientenidentifikation wird nun im kkm Rechnung getragen: Allen stationären Patienten wird bei der Aufnahme das leichte Kunststoffarmband am Handgelenk umgelegt. Darauf werden jeweils der Name und das Geburtsdatum sowie die spezifische Nummer für den individuellen Patientenaufenthalt Patientennummer wischfest aufgedruckt. Das aus einem speziellen Kunststoffverbundmaterial gefertigte, dünne und gleichzeitig robuste Armband gilt als Medizinprodukt. Durch den hohen Tragekomfort kann sich der Patient damit uneingeschränkt bewegen und waschen. Es ist nachweislich frei von Schadstoffen und Allergieauslösern und ist damit allergologisch und toxikologisch, also gesundheitlich, völlig unbedenklich eingestuft. Nach dem Aufenthalt wird das Armband über den Datenmüll sicher entsorgt. 

Eingesetzt wird das Patientenarmband aber nicht nur bei der Durchführung von Operationen oder Untersuchungen, sondern kann auch bei der Verabreichung von Medikamenten, bei der Bluttransfusion oder bei der EKG- und Röntgendiagnostik zur eindeutigen Identifikation hilfreich sein. Patienten führen im Krankenhaus in der Regel keinen Ausweis mit sich. Gerade hier kann es unterstützen, wenn Patienten aufgrund einer akuten körperlichen Schwächung Hilfe benötigen.Ein weiterer Vorteil des Armbandes liegt in der Möglichkeit, die Daten des Armbands elektronisch zu erfassen. Dies spart nicht nur Zeit, sondern eliminiert vor allem das Risiko von Übertragungsfehlern. 

Bereits seit 2012 erfolgt eine Befragung der Patienten gemäß der OP-Checkliste der Weltgesundheitsorganisation („WHO Surgical Safety Checklist“) am kkm. Hierbei wird durch wiederholte Befragung der Patienten nach ihren persönlichen Daten und der durchzuführenden Therapien ein lückenloser Abgleich mit den Daten in den vorliegenden Unterlagen vorgenommen, so dass  die Patienten selbst aktiv dazu beitragen, die Sicherheit der Prozesse zu erhöhen. In Kombination mit dem Patientenarmband dient die wiederholte Abfrage der eindeutigen Identifikation und bietet einen deutlich höheren Schutz vor Verwechselungen.  

„Die Patientenarmbänder sind ein echtes Plus an Sicherheit und die persönliche Sicherheit eines jeden Patienten hat in unserem Haus die höchste Priorität“, erläutern Dr. med. Patrick Frey, MBA und Michael Osypka, die beiden Geschäftsführer des kkm. „Daher sind die Kosten von 16.000 Euro p.a. für die rund 30.000 jährlich benötigten Armbänder für unsere stationären Patienten jeden einzelnen Euro wert.“