Zulassung zur Behandlung von Arbeits- und Schulunfällen

Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGVU) beteiligt Zentrum für Orthopädie und Unfallchirurgie des Katholischen Klinikums Mainz

20.05.2016

Unfallverletzte mit bestimmten Verletzungen benötigen eine sofortige und besondere unfallmedizinische Behandlung. Auch müssen sie in speziellen Krankenhäusern der Akutversorgung vorgestellt werden. Die Zuweisung richtet sich dabei nach dem so genannten Verletzungsartenverzeichnis (VAV). Ausschließlich explizit geeignete Krankenhäuser werden hierfür von der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) benannt.  Diese müssen definierte personelle, apparative und räumliche Anforderungen erfüllen und zur Übernahme bestimmter Pflichten bereit sein. Hierzu gehört nun auch das Katholische Klinikum Mainz (kkm) mit dem Zentrum für Orthopädie und Unfallchirurgie.

Das Verletzungsartenverfahren, kurz VAV, ist, neben dem stationären Durchgangsarztverfahren (DAV) und dem Schwerstverletzungsartenverfahren (SAV) eines von drei stationären Heilverfahren in der gesetzlichen Unfallversicherung. Da Unfallverletzte mit bestimmten Verletzungen, eine sofortige und besondere unfallmedizinische Behandlung benötigen, müssen sie in speziellen Krankenhäusern der Akutversorgung vorgestellt werden. Für die Zulassung müssen neben der fachlichen Kompetenz der ärztlichen und pflegerischen Mitarbeiter weitreichende Qualitätsanforderungen an die Hygiene und eine hohe Patientenzahl erfüllt sein.

In einer Umstrukturierungsphase konnte das kkm vorübergehendend nicht mehr an dem Verletztenartenverfahren teilnehmen. Nun konnte das Zentrum für Orthopädie und Unfallchirurgie am Katholischen Klinikum Mainz in der Prüfung durch den DGUV die notwendigen Kriterien wieder erfüllen und ist wieder  eines von bundesweit etwa 600 Krankenhäuser und Kliniken die in dieses Verfahren vertraglich eingebunden sind.

„Die Zulassung durch die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung zur Behandlung von Arbeits-, Wege- und Schulunfällen freut uns sehr, denn sie bestätigt unsere hohe fachliche Kompetenz in der chirurgischen Notfallversorgung“, erläutert PD Dr. med. Marcus Egermann, der Leiter des Zentrums für Orthopädie und Unfallchirurgie am Katholischen Klinikum Mainz. „Von komplexen Knochenbrüchen mit Gelenkbeteiligung oder schwierigen  Bandverletzungen von Knie und Hüfte, Schulter, Ellenbogen und Sprunggelenk können wir die gesamte Expertise anbieten. Allein bei Schwerstverletzten (z. B. polytraumatisierten Patienten) erfolgt auch zukünftig eine umgehende Weiterverlegung in eine Spezialklinik“, so Egermann weiter.

Dr. med. Patrick Frey und Michael Osypka, die beiden Geschäftsführer des kkm zeigen sich ebenfalls hoch erfreut über die Beteiligung: „Gerade im Landkreis Mainz-Bingen ist die optimale Versorgung der Arbeitsunfälle noch ausbaufähig gewesen. Wir können nun diese Lücke mit unserer Kompetenz in Orthopädie und Unfallchirurgie schließen.“ Ebenfalls zeigen sie sich hoch erfreut über die Beteiligung: „In den letzten Jahren mussten immer wieder Patienten nach Arbeitsunfall in andere Kliniken weiter geleitet werden, obwohl die Patienten sich gerne aufgrund der freundlichen Atmosphäre bei uns im kkm behandeln lassen wollen. Nun können wir allen Patienten mit Verletzungen, egal ob durch Arbeits-, Haus- oder Sportunfall bedingt, eine kompetente Behandlung anbieten.“