Prüfer attestieren: Endoprothesenzentrum Mainz bietet Versorgung auf höchstem Niveau

Zentrum für Orthopädie und Unfallchirurgie am Katholischen Klinikum Mainz (kkm) erfolgreich zertifiziert

22.04.2016

Das erste zertifizierte Endoprothesenzentrum der Maximalversorgung in Rheinland-Pfalz und darüber hinaus eines der ersten in Deutschland, das Endoprothesenzentrum Mainz (EPZ) am Katholischen Klinikum Mainz (kkm), ist erfolgreich rezertifiziert. Bei der Prüfung durch die unabhängige Instanz „EndoCert“ wurden wesentliche Elemente, wie die technische Ausstattung und die persönliche Qualifikation der Hauptoperateure auf dem Gebiet der Endoprothetik ebenso bestätigt, wie unter anderem die leitlinienbasierte Betreuung der Patienten und höchste Ergebnisqualität bei kurzen Wartezeiten. Für die Patienten bedeutet die Rezertifizierung, dass definierte Qualitätsstandards und strenge Kriterien kontinuierlich auf höchstem Niveau erfüllt werden. Die enge interdisziplinäre Zusammenarbeit bei den jährlich über 2.200 Eingriffen wurde von den Prüfern sehr positiv beurteilt. 

Allein in Deutschland erhalten jährlich über 350.000 Patienten künstliche Gelenke, so genannte Totalendoprothesen (TEP). Im Jahr 2012 waren es rund 214.500 Hüft-TEP und etwa 149.000 Knie-TEP). Implantiert werden solche Prothesen im Rahmen der orthopädischen Chirurgie, wobei die Implantation einer Hüft- oder Kniegelenksendoprothese nach wie vor zu den erfolgreichsten Eingriffen der Medizin gehört. Um Komplikationen beim Gelenkersatz zu verhindern und die gute Funktion der künstlichen Gelenke über Jahrzehnte sicherzustellen, ist ein hohes Maß an Spezialisierung, Kompetenz und Erfahrung erforderlich.

Vor dem Hintergrund der Diskussion über die Versorgungshäufigkeit kommt der Qualitätssicherung ein hoher Stellenwert zu. Die deutsche Gesellschaft für Orthopädie und Orthopädische Chirurgie betreibt daher seit 2012 bundesweit auf bisher freiwilliger Basis ein System zur weiteren Qualitätssicherung für Patienten und Behandler. EndoCert ist das weltweit erste Zertifizierungssystem in der Endoprothetik. Hierbei handelt es sich um eine gemeinsame Initiative der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Orthopädische Chirurgie (DGOOC) des Berufsverbandes der Fachärzte für Orthopädie und Unfallchirurgie (BVOU) sowie der Arbeitsgemeinschaft Endoprothetik (AE).

Bei der jährlichen Prüfung werden aber nicht nur die oben genannten Elemente geprüft. Auch die internen fachlichen Partner aus der Radiologie, Gefäßchirurgie, Pathologie, Intensivmedizin und Physiotherapie werden in das Audit mit einbezogen. Ebenfalls müssen die externen Kooperationspartner, wie beispielsweise Lieferanten, zertifiziert sein, das heißt sich definierten Qualitätsanforderungen beugen. Hinzu kommt, dass das Endoprothesenzentrum mindestens 200 Operationen im Jahr vorweisen muss, um als Zentrum der Maximalversorgung anerkannt zu werden. Im Endoprothesenzentrum Mainz werden pro Jahr mehr als 700 Eingriffe durchgeführt.

„Mit der Entscheidung, unsere Prozesse und Leistungen durch eine unabhängige Prüfinstanz überwachen und transparent darstellen zu lassen, können wir unsere Patientenversorgung kontinuierlich weiterentwickeln und verbessern.  Neben der bestmöglichen Versorgung unserer Patienten und optimalen Behandlungsergebnisse liegt uns die Zufriedenheit unserer Patienten ganz besonders am Herzen“, erläutert PD Dr. med. Marcus Egermann, Chefarzt der Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie sowie Leiter des Endoprothesenzentrums Mainz.

„Wie legen größten Wert auf eine kontinuierlich sichere Versorgung auf medizinisch höchstem Niveau. Daher ist eine regelmäßige, unabhängige und letztlich erfolgreiche Prüfung aller unserer insgesamt sieben Zentren unerlässlich“, ergänzt der Geschäftsführer des Katholischen Klinikums Mainz, Dr. med. Patrick Frey, MBA. „ Wir freuen uns sehr über das Ergebnis, dass zeigt, dass wir auch hierbei unseren Patienten gute Leistungen anbieten können.“