Endoprothetikzentrum

Herzlich Willkommen im Endoprothetikzentrum (EPZ) des kkm!

Das Endoprothetikzentrum Mainz, integriert in die Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie des Katholischen Klinikums Mainz (kkm), ist das erste zertifizierte Endoprothetikzentrum der Maximalversorgung in Rheinland-Pfalz - und darüber hinaus eines der ersten in Deutschland.

Um Komplikationen beim Gelenkersatz zu verhindern, ist in der Medizin ein hohes Maß an Spezialisierung, Kompetenz und Erfahrung erforderlich. Aus diesem Grund hat die Deutsche Gesellschaft für Orthopädie und Orthopädische Chirurgie (DGOOC) zusammen mit der Arbeitsgemeinschaft Endoprothetik der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie (DGOU) sowie dem Berufsverband der Fachärzte für Orthopädie und Unfallchirurgie e. V. (BVOU) ein Konzept zur Zertifizierung medizinischer Einrichtungen im Bereich des Gelenkersatzes entwickelt: das auf diesem Gebiet weltweit erste Zertifizierungssystem "EndoCert“. Als externe Überwachungs- und Prüfinstanz unterstützt uns das internationale Zertifizierungsinstitut ClarZert darin, unsere hohe Qualität im Bereich der endoprothetischen Versorgung zu halten und kontinuierlich weiterzuentwickeln. Neben der Zertifizierung und den jährlichen Auditbesuchen wird dies durch eine für alle Disziplinen gültige externe Qualitätssicherung.

Für den Patienten bedeutet die Zertifizierung durch eine externe und unabhängige Prüfstelle, dass bestimmte Qualitätsstandards und strenge Kriterien erfüllt werden. So müssen viele verschiedene Fachbereiche eng zusammenarbeiten, etwa Radiologie, Gefäßchirurgie, Pathologie, Intensivmedizin und Physiotherapie. Auch die externen Kooperationspartner wie Lieferanten müssen zertifiziert sein, also sich definierten Qualitätsanforderungen beugen. Darüber hinaus muss das Endoprothetikzentrum mindestens 200 Operationen im Jahr vorweisen, um als Zentrum der Maximalversorgung anerkannt zu werden. Im Endoprothesenzentrum des kkm werden pro Jahr mehr als 2.200 Eingriffe durchgeführt.

Mit der Entscheidung, unsere Prozesse und Leistungen durch eine unabhängige Prüfinstanz überwachen und transparent darstellen zu lassen, können wir unsere Patientenversorgung kontinuierlich weiterentwickeln und verbessern.  Neben der bestmöglichen Versorgung unserer Patienten und optimalen Behandlungsergebnisse liegt uns die Zufriedenheit unserer Patienten ganz besonders am Herzen!

Diagnostik & Therapie

Diagnostik im Endoprothetikzentrum

Bereits seit 1984 bildet die Endoprothetik einen der Schwerpunkte des Spektrums der orthopädischen und unfallchirurgischen Abteilung. Das Endoprothetikzentrum des Katholischen Klinikums Mainz ist auf den Einsatz und Wechsel von künstlichen Gelenken der Hüfte, Knie und Schulter spezialisiert.

Im Lauf des Lebens ist der Bewegungsapparat vielen Belastungen ausgesetzt. Verschleißerscheinungen wie Arthrose, Einschränkungen und Schmerzen können die Folge sein. Patienten mit Gelenkverschleiß oder mit Problemen bei Gelenkersatz können sich im Rahmen von Sprechstunden in der Ambulanz der Klinik vorstellen. Dort werden richtungweisende Untersuchungen durchgeführt und veranlasst. Bereits erhobene technische Untersuchungen wie Röntgenaufnahmen, Comptertomographien, Kernspintomographien, Ultraschalluntersuchungen und Szintigramme werden in die Entscheidung zur Therapie einbezogen. Je nach Stadium der Erkrankung erfolgt der Rat zur Operation oder zur konservativen Behandlung.

 

Therapie

In den zurückliegenden Jahren hat die operative Medizin sich auf hohem Niveau weiterentwickelt. Der Einsatz einer Endoprothese ist heutzutage auch langfristig möglich. Auch der Wechsel von eingesetzten Endoprothesen ist heute deutlich besser möglich als noch vor einigen Jahren.

Einschränkungen für den Patienten durch die Operation bestehen so gut wie nicht mehr – dagegen wird in vielen Fällen die Lebensqualität unmittelbar und verbessert und eine deutlich höhere Mobilität erreicht. 
 

Hüftgelenksendoprothetik
In der Hüftgelenksendoprothetik werden verschiedene Implantate zur zementfreien und zementierten Verankerung des künstlichen Hüftgelenks sowohl am Beckenknochen als auch am Oberschenkelknochen eingesetzt. Damit kann eine individuelle Patientenversorgung erzielt werden.

Soweit möglich wird der Eingriff minimal-invasiv, also ohne große Schnitte und Nahtwunden, vorgenommen. In der Mehrzahl der Fälle kommen titanbasierte, zementfreie Implantate zum Einsatz, die sich langfristig bewährt haben und eine gute Knochenregeneration gewährleisten. Neben der zementfreien Verankerung der Prothese gibt es auch die Möglichkeit der zementierten und teilzementierten Verankerung.

Kniegelenksendoprothetik
Auch im Bereich der Kniegelenksendoprothetik stehen für eine individuelle Patientenversorgung unterschiedliche Implantate zur Verfügung. Darüber hinaus gibt es Teilprothesen, mit denen es möglich ist, auch nur einzelne Abschnitte eines Kniegelenkes zu ersetzen. Am häufigsten wird die sogenannte Oberflächenersatzprothese verwendet - dabei wird der Knochen in weiten Teilen erhalten, lediglich die abgenutzten Knorpelflächen werden durch künstliches Material ersetzt. Bei fortgeschrittenen Arthrosen mit Verschiebung der Beinachse können verschiedene achsgeführte Systeme verwandt werden.

Schulterendoprothetik
Im Rahmen der Versorgung von Trümmerbrüchen des Oberarmkopfes und bei starken Arthrosen des Schultergelenkes werden bewährte Teilprothesen eingebracht. Bei besonderen Situationen können spezielle Prothesen mit Ersatz der Schulterpfanne eingebaut werden. Auch der Wechsel von ausgelockerten Prothesen oder die Versorgung von Brüchen an Schulterprothesen ist möglich.

Wechseloperationen
Bei allen Gelenkprothesen sind Wechsel operationen möglich. Diese betreffen Prothesen, die sich gelockert haben, aber auch durch Keime infizierte Endoprothesen. Bei gelockerten Endoprothesen sind einmalige Wechseloperation möglich. Bei infizierten Prothesen werden je nach Art der Infizierung Ausbauten mit Einbringung von antibiotikahaltigen Platzhaltern durchgeführt. Nach sicherem Ausheilen der Infektion wird der Wiedereinbau in einer zweiten Operation durchgeführt.

Anästhesie und Schmerzbehandlung
Bei uns erfolgen die für die Operation notwendige Anästhesie und die Schmerzbehandlung nach der Operation durch erfahrene Fachärzte für Anästhesie. Die Schmerzbehandlung nach der Operation wird von den Anästhesisten eingeleitet und nach internationalen Standards auf der Station weitergeführt.

Physikalische Therapie
Nach Einbau oder Wechsel eines künstlichen Gelenkes  wird zeitnah die krankengymnastische Behandlung begonnen. Neben festen Nachbehandlungsschemen wird individuell auf die Bedürfnisse jedes Patienten eingegangen. Die physikalische Therapie wird nahtlos in der ambulanten oder stationären Anschlussheilbehandlung fortgesetzt.

 

 

 

Weitere Angebote

Betreuungs- und Hilfsangebote

Nach der Erstvorstellung in der Sprechstunde mit der Indikationsstellung zur Endoprothese stellen sich unsere Patienten direkt bei den Mitarbeitern des Sozialdiensts des kkm zur Planung der Anschlussheilbehandlung vor.

Während des stationären Aufenthaltes wird der Patient von den Mitarbeitern des Sozialdienstes regelmäßig im Hinblick auf die verschiedenen Arten der Rehabilitation, der Hilfsmittelversorgung sowie der weiteren Betreuung beraten.
So wird gewährleistet, dass der endoprothetisch versorgte Patient direkt im Anschluss an den stationären Aufenthalt einer entsprechenden Rehabilitationsmaßnahme zugeführt wird.

Bei Besonderheiten oder Problemen findet eine Rücksprache der Mitarbeiter des Sozialdienstes mit dem behandelnden Arzt und den Pflegekräften statt. Der Antrag auf Anschlussheilbehandlung wird vom behandelnden Arzt ausgestellt.

 

Rehabilitation und Nachsorge

Wir pflegen Kooperationen mit ambulanten und stationären Rehabilitationseinrichtungen. Die Rehabilitation wird vom behandelnden Arzt in der Indikationssprechstunde angeboten. Dabei werden die Kontaktdaten an die Patienten weitergeleitet. Der Sozialdienst des kkm vermittelt dann die Anschlussheilbehandlung.

 

 

 

Zertifizierung

Zertifizierungen

Ansprechpartner

Priv.-Doz. Dr. med. Marcus Egermann

Zentrumsdirektor und Chefarzt der Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie inklusive Leitung des Endoprothetikzentrums

E-Mail:orthopaedie-​unfallchirurgie@​kkmainz.​de

Sprechstunden

In unseren Sprechstunden besprechen wir mit Ihnen die Indikation und planen gemeinsam die Therapiemöglichkeiten und Nachbehandlung eines chirurgischen Eingriffs. In der Regel erhalten Sie innerhalb von 14 Tagen einen Termin. 

Unsere Sprechstundenzeiten sind wie folgt:

Indikationssprechstunde
Montag/Mittwoch/Freitag, nach Terminabsprache

Terminvereinbarungen treffen Sie bitte über:
Sekretariat Endoprothetikzentrum 
Lydia Becker
Telefon: 06131 / 575 1810

 

Spezialsprechstunde
Dr. med. Frank Müller-Bongartz
Dienstag, nach Terminabsprache

Terminvereinbarungen treffen Sie bitte über:
Sekretariat Endoprothetikzentrum 
Lydia Becker
Telefon: 06131 / 575 1810

 

Privatsprechstunde
Mittwoch, nach Terminabsprache

Terminvereinbarungen treffen Sie bitte über:
Chefarztsekretariat PD Dr. med. Marcus Egermann
Karin Bilo
Telefon: 06131 / 575 1800

Katholisches Klinikum Mainz

An der Goldgrube 11
55131 Mainz
Telefon:06131 / 575 0
Telefax:06131 / 575 1610
Internet:www.kkm-mainz.dewww.kkm-mainz.de