Brustzentrum

Herzlich Willkommen im Brustzentrum des kkm!

Die bösartige Erkrankung der weiblichen Brustdrüse stellt hohe Anforderungen an die medizinische Betreuung. Um für unsere Patientinnen ein bestmögliches Therapieergebnis zu erzielen, ist eine qualitätsgesicherte Zusammenarbeit zahlreicher Fachbereiche bei uns gewährleistet.

Dem ganzheitlichen Ansatz folgend steht die Frau im Mittelpunkt unserer Bemühungen. Um den Zeitraum zwischen dem ersten Verdacht und der medizinischen Klärung eines Mammatumors möglichst kurz zu halten, bieten wir eine Spezialsprechstunde für Brusterkrankungen an. Damit auf die entscheidende Frage „gut- oder bösartig“ eine Antwort gegeben werden kann, ist die Entnahme einer Gewebeprobe (Biopsie) notwendig.

Sämtliche Untersuchungen werden ambulant und in örtlicher Betäubung durchgeführt. Wenn wir durch das Ergebnis der feingeweblichen Untersuchung wissen, dass Sie Brustkrebs haben, wird Ihre Behandlung individuell geplant, und zwar nicht in einzelnen Schritten, sondern als vollständiges Behandlungskonzept.

Die Frauenklinik des Katholischen Klinikum Mainz ist als zertifiziertes Brustzentrum anerkannt und wird von der Deutschen Krebsgesellschaft und der Gesellschaft für Senologie empfohlen.

Diagnostik / Nachsorge / Psychoonkologie

Diagnostik

Frauen mit Erkrankungen der Brust oder Frauen, die Fragen zu Erkrankungen haben, stellen sich am besten noch vor der eventuellen stationären Aufnahme in unserer Sprechstunde vor. Bringen Sie bitte alle Befunde und Bilder (insbesondere Mammografiebilder), die es bereits gibt, mit in diese Sprechstunde.

Im Brustzentrum unserer Klinik ergänzen wir die noch fehlenden Untersuchungen und planen gemeinsam mit Ihnen, was zu tun ist. Bei Tumoren (Knoten) der Brust garantieren wir Ihnen eine kurzfristige stationäre Aufnahme zur Operation. In enger Zusammenarbeit mit unserer Radiologischen Abteilung stehen uns alle diagnostischen Möglichkeiten zur Verfügung:

  • sorgfältige Tastuntersuchung und Anamnese
  • Ultraschall mit modernsten 15 MHz Mamma Sonografiegerät
  • Hochgeschwindigkeitsstanze für tastbare und nicht tastbare Knoten
  • Ultraschall gesteuerte Vakuumbiopsien für Knoten, die am besten im Ultraschall zu sehen sind
  • stereotaktische Mammotombiopsie für Veränderungen, die am besten in der Mammografie zu sehen sind
  • MRT Magnetresonanztomografien, zur Abklärung schwierig zu beurteilender Befunde
  • C T, Knochenszintigrafie und Röntgen zum Ausschluß von Tochtergeschwülsten (Metastasen)

Eine regelmäßig stattfindende interdisziplinäre Tumorkonferenz bestimmt das gemeinsame Vorgehen.

 

Nachsorge

Im eigenen Interesse sollten Sie Ihre Nachsorge in den nächsten 10 Jahren gewissenhaft und kontinuierlich durchführen. Die Nachuntersuchungen werden in der Regel von Ihrem Frauenarzt durchgeführt, der festlegt, welche zusätzlichen Untersuchungen wann und bei wem notwendig sind.

Sehr wichtig ist, dass Sie sich monatlich selbst untersuchen. Sie lernen so ihre Brust und eventuelle Narben kennen und können Veränderungen besser wahrnehmen (siehe auch "Selbstuntersuchung").

Bei Auffälligkeiten suchen Sie ihren behandelnden Arzt bitte sofort auf, unabhängig von den vereinbarten Untersuchungsintervallen.

Treten Beschwerden wie Atemnot, Knochenschmerzen, Lymphschwellungen oder andere Störungen auf, so muss diesen durch zusätzliche Untersuchungen nachgegangen werden.

Die Nachsorge wird bislang in Deutschland nicht standardisiert gehandhabt. Wir haben weitgehend die Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Senologie für symptomfreie Frauen nach abgeschlossener Primärbehandlung einer Brustkrebserkrankung übernommen.

Anschlussbehandlung

Strahlentherapie

Wenn der Tumor von uns operiert werden konnte ohne dass die Brust insgesamt entfernt wurde, ist die anschließende strahlentherapeutische Behandlung die Regel. Denn auch bei sorgfältiger Operationstechnik mit genügend großem Sicherheitsabstand zum gesunden Gewebe können einzelne Krebszellen, die in der Brust verblieben sind, der Herd für ein erneutes Tumorwachstum (Rezidiv) sein.

Ein Verzicht auf eine Strahlentherapie nach brusterhaltender Operation kann deshalb aus medizinischen Gründen nur selten empfohlen werden. Manchmal ist auch nach Brustamputation (Mastektomie) eine Bestrahlung ratsam. Dies hängt mit verschiedenen Merkmalen des ursprünglichen Tumors und dem Alter der Patientin zusammen.

Strahlentherapien werden ambulant durchgeführt. Die Bestrahlung selbst dauert dabei nur wenige Minuten. Gängige Nebenwirkungen einer Strahlentherapie sind sonnenbrandähnliche Hauterscheinungen, Pigmentflecken und die Bildung kleiner Narben im Brustgewebe selbst.

Hyperthermie

Das Wort Hyperthermie stammt aus dem griechischen und bedeutet Überwärmung. Im medizinischen Bereich wird dieser Begriff für künstliche Temperaturerhöhung in bestimmten Regionen des Körpers oder auch im ganzen Körper gebraucht.

Man unterscheidet im wesentlichen folgende Arten der Hyperthermie:

  • Regionale Tiefenhyperthermie
  • Oberflächenhyperthermie
  • Ganzkörperhyperthermie und
  • intrakavitäre Perfusionshyperthermie.

Die Hyperthermie ist eine ergänzende Behandlungsmethode, die mit einer Bestrahlung oder Chemotherapie kombiniert werden kann. Dabei können die Wirkungen der Chemotherapie bzw. der Bestrahlung verstärkt werden, ohne dass die Nebenwirkungsrate ansteigt.

Die Ganzkörperhyperthermie kann einen sinnvollen und effizienten Bestandteil einer ganzheitlichen Onkologie darstellen, da sie ein Bindeglied zwischen den rasch wirkenden Methoden der klassischen Medizin (Chemotherapie, Bestrahlung) und der komplementären Onkologie (Immunologie, biologische Tumorstase) ist.

 

Psychoonkologie im Brustzentrum des kkm

Zur interdisziplinären Behandlung im Brustzentrum gehört auch die psychoonkologische Versorgung.

Die Diagnose Brustkrebs  stellt eine plötzliche und einschneidende Veränderung im bisherigen Leben dar. Häufig gehen mit dieser Erkrankung starke Ängste einher - trotz zunehmend besserer Behandlungsmöglichkeiten. Dennoch wird eine Krebserkrankung häufig nicht nur für den Körper, sondern auch für die Psyche oder die Seele als starke Belastung erlebt.

Ängste und Probleme, die im Zusammenhang mit einer Krebserkrankung auftreten, sind normale Reaktionen auf eine bedrohliche Belastungssituation und keine seelische Krankheit. Manchmal kann sich daraus eine Angst- oder depressive Erkrankung entwickeln, die dann jedoch in der Regel gut behandelbar ist.

Die Psychoonkologie beschäftigt sich mit den Auswirkungen einer Krebserkrankung, deren Behandlungen und Folgen für das seelische Erleben des Kranken und seiner Angehörigen. Dabei trägt sie dem Konzept der ganzheitlichen Behandlung von Krebserkrankungen Rechnung.

Neben der erforderlichen körperlichen Behandlung wie zum Beispiel Operation, Chemotherapie und Bestrahlung trägt die psychoonkologische Begleitung und Behandlung zur Erhaltung oder Wiederherstellung einer guten Lebensqualität bei, was durch Forschungsergebnisse und Behandlungserfahrungen nachgewiesen ist.

Ziel der psychoonkologischen Behandlung und Begleitung ist es, Hilfe zu leisten bei dem individuellen Umgang mit der Erkrankung. Dazu gehört, Angst zu mildern und die innere Auseinandersetzung mit wichtigen Lebens- und Sinnfragen zu unterstützen, wie zum Beispiel: "Wie geht es weiter? Was kann ich selbst für mich tun? Werde ich wieder gesund? Wie spreche ich mit meinem Partner und meiner Familie darüber", und viele andere.

Weitere Informationen zum psychoonkologischen Angebot erhalten Sie hier oder bei Ihrer Ansprechpartnerin vor Ort. 

Ansprechpartnerin Brust- und Darmzentrum stationär sowie
psychoonkologisch-psychotherapeutische Ermächtigungsambulanz
Dipl.-Psych. Christina Demmerle
Leitende Psychologin
Psychologische Psychotherapeutin (VT) 
Psychoonkologin (WPO)
Telefon: 0177-7946088
E-Mail: c-demmerle(at)kkmainz.de

Sekretariat
Gundula  Funck
Telefon: 06131 / 575  831409
E-Mail:  g-funck(at)kkmainz.de

Das Sekretariat ist von Montag bis Mittwoch von 8:00 bis 11:30 Uhr besetzt

Informationen und Anmeldung zu den Kursen gibt das Sekretariat Frau Gundula Funck, Telefon 06131 / 575 831409, montags bis mittwochs vormittags, oder das Brustzentrum, Frau Edith Blum, unter der Telefonnummer 06131 / 575 1433.

Studien & Therapien

Studien

Trotz der enormen Fortschritte in der Krebsbehandlung in den vergangenen Jahren gibt es noch viele ungelöste Probleme. Neu entwickelte Behandlungsverfahren müssen ihren Vorteil gegenüber bisher üblichen Methoden unter Beweis stellen. Dazu müssen Therapiestudien mit vielen Teilnehmerinnen durchgeführt und ausgewertet werden.

Bis neue Therapien als günstig anerkannt werden, vergehen oft viele Jahre.

Mit der Teilnahme an einer Therapiestudie können Sie dazu beitragen neue Behandlungsmethoden für sich und andere zu finden, und gleichzeitig – statistisch gesehen – Ihre Überlebenschance zu verbessern.

Inwieweit in Ihrer Situation die Teilnahme an einer laufenden Therapiestudie möglich und sinnvoll ist, hängt von verschiedenen Faktoren ab, die wir mit Ihnen persönlich ausführlich besprechen.

Das Interdisziplinäre Brustzentrum der Frauenklinik nimmt bislang an folgenden Studien teil:

Rekrutierend

  • Male
  • Breast Cancer in Pregnancy
  • GAIN-2
  • GeparNuevo
  • GBG Hirnmetastasen
  • GBG 29 (young pregnant and nonpregnant women)

Nachbeobachtung
 

  • REACT
  • ICE II
  • ADAPT
  • Expression
  • TABEA
  • Sentina
  • Pherexa
  • GEPAR-TRIO
  • BOND 005
  • BOND 006
  • EC-DOC-Studie
  • Mamma 3
  • Adebar
  • Gepar Quattro
  • NaTaN
  • ICE
  • NNBC3
  • GAIN
  • ARA Plus
  • SUCCESS
  • MoniCa
  • TEACH
  • Evaluate TM
  • IBIS II DCIS und Prävention
  • IKP
  • ALTTO
  • RITA
  • Gepar Quinto
  • BETH
  • LEA
  • SUCCESS B
  • PreFace
  • Panther
  • WSG Plan B
  • VITAL
  • Success C
  • Trio 22 Paloma-2

 

Therapien

Welche Möglichkeiten der Behandlung gibt es?

Es gibt verschiedene Möglichkeiten zur Behandlungen von Erkrankungen der Brust. Hierzu zählen zum einen Operationen, zum anderen unterschiedliche medikamentöse Therapien wie Chemotherapie, Antihormon-Therapie und Immun-Therapie.

Wir werden gemeinsam mit Ihnen ein Therapiekonzept für Ihre individuelle Situation erstellen und Ihnen alle Maßnahmen im Vorfeld ausführlich erklären.

 

> Operative Therapie

Um Tumoren der Brust optimal zu operieren, ist es unumgänglich, die Methoden der plastischen Chirurgie zu beherrschen. Abhängig von der Größe und der Lage des Tumors, der Größe und Form der Brust sowie von den individuellen Wünschen und Vorstellungen der Frau, stehen uns in den allermeisten Fällen mehrere Operationsmethoden zur Verfügung.

Neben dem obersten Gebot der Sicherheit für unsere Patientinnen ist uns ein gutes kosmetisches Ergebnis besonders wichtig. In mehr als 70% können wir auch bei größeren Tumoren eine brusterhaltende Therapie ermöglichen.

Beispiele der bei uns durchgeführten Operationsmethoden:

Parenchymplastiken

Bei kleineren Tumoren und entsprechender Größe der Brust ist die einfache Entfernung des Knotens ohne weitere komplizierte Techniken möglich. Trotz des nur sehr kleinen sichtbaren Schnittes wird das Brustdrüsengewebe (Parenchym) so zusammen gefügt, dass keine "Dellen" oder Einziehungen entstehen.

 

Verschiebeplastiken

Die Verschiebeplastik ermöglicht es, einen Tumor mit der darüberliegenden Haut, vor allem aus den unteren Anteilen der Brust, zu entfernen. Die Neuformierung der Brust geschieht durch Verschieben des gesunden Haut- und Drüsengewebes.

 

B-Plastiken

Ähnlich wie die Verschiebeplastik funktioniert die sogenannte B-Plastik, die ihren Namen durch die B-Form des Schnittes erhalten hat.

  

Reduktionsmastopexien

Bei großen Brüsten können relativ große Tumoren aus allen Lokalisationen entfernt werden, indem die Brust verkleinert wird. Mit gesunden Gewebe wird dann eine formschöne Brust gebildet. Besonders bei dieser Technik ist es wichtig, die Gegenseite an das neue Ergebnis anzupassen.

  

Myocutane Lappenplastiken (latissimus dorsi flap, TRAM flap)

Große Defekte, die durch große Tumoren oder andere Besonderheiten entstanden sind, können mit Muskelhautgewebe vom Rücken oder vom Bauch ausgeglichen werden.

 

Expander- und Implantateinlagen

In manchen Fällen ist die Verwendung von Fremdmaterialien (Implantaten oder Expandern) notwendig, um eine Brust wieder aufzubauen.

 

Thorakoepigastrische Lappenplastiken

In manchen Fällen können Defekte durch Verschieben von Hautfettgewebe aus dem Bereich Brust/Bauchwand verschlossen werden.

 

> Wächterlymphknoten

Die Idee des Wächterlymphknotens
("Sentinel node")

Man weiß, dass die Brust ein Lymphdrainagesystem hat, das als erste Station die Lymphknoten der Achselhöhle ansteuert (siehe auch "Brust für Laien"). Zellen aus einem Tumor in der Brust können sich auf diesem Weg in der Achselhöhle ansiedeln.

Wenn man annimmt, dass es immer einen bestimmten Lymphknoten gibt, der als erster die Zellen in der Achsel auffängt, würde es genügen nur diesen einen Knoten aus der Achselhöhle zu entnehmen und zu untersuchen.

Diesen "ersten" Lymphknoten nennt man Wächterlymphknoten oder Sentinel node. Ist dieser Lymphknoten dann mit Tumorzellen befallen, weiß man, dass der Tumor gestreut hat. Ist er nicht befallen, nimmt man an, dass auch alle anderen Lymphknoten nicht befallen sind. Auf diese Weise kann man bei kleinen Tumoren und bei nicht tastbar vergrößerten Lymphknoten auf die Operation der Achselhöhle verzichten.

In unserer Klinik wird das Verfahren des Sentinel nodes bei dafür geeigneten Patientinnen angewandt.

Vor der Operation wird der Wächterlymphknoten unter die Brusthaut markiert.

Während der Operation wird mit Hilfe einer Gammasonde dieser Lymphknoten gezielt entnommen und zur Untersuchung an den Pathologen geschickt.

 

> Medikamentöse Therapie

Um zu entscheiden, welche medikamentöse Therapie ein Wiederauftreten des Krebses (Rezidiv) oder die Ausbildung von Tochtergeschwülsten (Metastasen) in Ihrem speziellen Fall verhindern kann, muss das Tumorgewebe zunächst genauestens untersucht werden.

Es wird die genaue Größe des Knotens bestimmt, die Lymphknoten werden auf Tumorzellen hin untersucht und der feingewebliche (histologische) Typ des Knotens wird bestimmt. Zusätzliche Informationen liefern uns: Östrogen- und Progesteron Rezeptor, c- erbB-2, p53, Ki67, UPA, PAI1 sowie die Mitoseaktivität.

Diese Untersuchungen liefern uns Anhaltspunkte für die Planung einer auf Sie zugeschnittenen, individuellen, medikamentösen Behandlung. In diese Planung gehen auch Faktoren wie das Alter, die Familienplanung, der Menopausenstatus, die gesundheitliche Gesamtsituation und der Wunsch der Patientin ein.

> Chemotherapie

Die Chemotherapie spielt in der Behandlung des Brustkrebses eine zentrale Rolle zur Sicherung der Heilung des gesamten Organismus. Es werden dabei ein oder mehrere Medikamente in entsprechend zubereiteten Infusionslösungen verabreicht. Unser Ziel ist es gemeinsam mit der Patientin, die optimale Therapie zu planen, um das bestmögliche Ergebnis zu erzielen.

Bei der Chemotherapie unterscheidet man drei Arten:

Adjuvante Chemotherapie

Diese Form der Chemotherapie wird nach der Operation durchgeführt, bei der der Tumor entfernt wurde. Durch viele Untersuchungen wissen wir heute, dass sich zum Zeitpunkt der Entdeckung der Brustkrebserkrankung bereits einzelne Krebszellen im Körper verteilt haben können. Aus diesen Mikrometastasen könnten sich später Tochtergeschwülste entwickeln. Durch eine Chemotherapie sollen diese Zellen vernichtet werden.

 

Neoadjuvante Chemotherapie (auch: "primär-systemisch")

In besonderen Fällen, zum Beispiel bei sehr großen bösartigen Tumoren oder bei inflammatorischen Karzinomen, ist eine sogenannte neoadjuvante Chemotherapie erforderlich. Dies bedeutet eine Behandlung mit Chemotherapie vor der Durchführung der Operation, mit dem Ziel, den Tumor zu verkleinern.

Unsere Patientinnen, die für eine solche Therapie in Frage kommen, können im Rahmen einer kontrollierten Studie behandelt werden.

 

Palliative Chemotherapie

Wenn sich noch winzige Tumoransiedlungen in anderen Organen befinden, wird eine palliative Chemotherapie angewandt. Diese Therapie zielt darauf ab, Krebszellen flächendeckend im ganzen Körper zu zerstören. Dabei werden Zellgifte (Zytostatika) in Infusionslösungen in den Körper eingebracht. Bestehende Symptome wie Schmerzen oder Hauterscheinungen werden dabei positiv beeinflusst.

 

> Antihormon-Therapie

Die Antihormon-Therapie ist wie die Chemotherapie eine "systemische" Therapie, die im ganzen Körper wirksam ist. Wenn sich bei der Tumoranalyse herausgestellt hat, dass die Tumorzellen auf ihrer Oberfläche Bindungsstellen (Rezeptoren) für Hormone tragen, kann diese Therapieform sinnvoll sein. Diese Therapien arbeiten der krebszellenwachstumsfördernden Wirkung von Östrogenen und Gestagenen entgegen.

Anti-Östrogene

Da Hormone über die Blutbahn in den gesamten Organismus verteilt werden, erreichen sie auch ungehindert die Signalempfänger (Rezeptoren) der Tumorzellen, die auf Östrogene reagieren. Die Antihormontherapie nutzt den Brustkrebspatientinnen, deren Tumorzellen Hormonrezeptoren tragen indem diese Rezeptoren blockiert werden.

Aromatasehemmer

Um die Tumorzellen möglichst komplett in ihrem Wachstum zu stoppen ist ein wirksamer Weg, die körpereigene Herstellung der Östrogene zu unterdrücken. Diese Therapieform wird vorzugsweise nach den Wechseljahren (postmenopausal) eingesetzt.

GNRH-Analoga

Für Frauen noch weit vor den Wechseljahren (prämenopausal, bis etwa 40 Jahre) ist eine zusätzlich geeignete Antihormon-Behandlung diejenige mit GNRH- Analoga. Diese Medikamente verhindern bereits in der Hormonsteuerzentrale des Gehirns (Hypophyse), dass von dort der Befehl zur Hormonproduktion an die Eierstöcke erteilt wird.

 

> Immun-Therapie

Bei 20 – 30 Prozent der Brustkrebstumoren finden sich bestimmte Zelloberflächenveränderungen, die durch Wachstumsfaktoren besonders angeregt werden. Seit einiger Zeit stehen Antikörper zur Verfügung, die durch Blockaden von Tumorzelloberflächen die Wirkung der Wachstumsfaktoren behindern. Diese Antikörper werden ebenfalls über Infusionen verabreicht und wirken an den Tumorzellen direkt. Ob eine solche Therapie für Sie in Frage kommt, werden wir im Therapieplanungsgespräch mit Ihnen ausführlich besprechen.

 

> Unterstützende Therapien

Bis zu 70 Prozent aller Krebspatientinnen greifen auf komplementäre Therapiemaßnahmen zurück, um ihr "Immunsystem zu stärken" und sich selbst stärker in den Behandlungsablauf einbringen zu können.

Diese Patientinnen haben den Wunsch, durch Bewegung, spezielle Verhaltensweisen und gute Ernährung einem Rezidiv vorzubeugen oder das Weiterwachsen eines Tumors zu verhindern. Die Deutsche Krebsgesellschaft und die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfehlen, dass man täglich fünf Portionen Pflanzenprodukte – drei Portionen Gemüse und zwei Portionen Obst – zu sich nehmen soll. Zusätzlich sind Vollkorn-Getreideprodukte zu empfehlen, die in ihren Hüllbestandteilen protektiv wirksame B-Vitamine und Spurenelemente, wie Selen und Zink, enthalten. Gleichzeitig sollte man Fleisch, Wurst, Eier, Butter, Fett im Käse und Süßigkeiten drastisch reduzieren.

Ganzheitsmedizinische Maßnahmen müssen individuell angepasst werden, so zum Beispiel Ernährungsumstellung, Erhaltung des biologischen Gleichgewichtes der Darmflora, Ausgleich von Spurenelementen und Vitaminhaushalt, seelische Führung und Angstauflösung, Beseitigung von Risikofaktoren wie Bewegungsarmut, Übergewicht und Toxin- Zufuhr.

Brust für Laien / Vorsorgetipps / Plastische Operationen

Hier finden Sie ausführliche Informationen zu den Themen:

Falls Sie noch weitere Fragen haben, sprechen Sie uns an!

 

Vorsorgetipps

Veränderungen früh erkennen

Ein wesentlicher Bestandteil der Vorsorge ist die Selbstuntersuchung. Es ist gleichzeitig der Bereich, indem Sie selbst „etwas tun“ können. Da die Beurteilbarkeit der Brust sich abhängig von der hormonellen Situation verbessert oder verschlechtert (Anatomie der Brust), sollten Sie für die Untersuchung den optimalen Zeitpunkt wählen. Bei Frauen,die einen regelmässigen Zyklus haben, ist dieser Zeitpunkt am Ende der Periodenblutung.

Ein weiterer wichtiger Punkt: Nehmen Sie sich ausreichend Zeit!!

Inspektion (Anschauen)

  • Betrachten Sie Ihre Brüste im Stehen, mit herabhängenden Armen, und beantworten Sie sich folgende Fragen:
  • Gibt es Einziehungen der Haut?
  • Sehen Sie Rötungen?
  • Gibt es Anzeichen für einen Flüssigkeitsaustritt aus der Brustwarze? (zum Beispiel Krusten weisen darauf hin)
  • Gibt es „Dellen“ oder „Erhebungen“ in der Brust, die neu sind?
  • Hat sich die Form der Brust verändert?

Besonders wichtig sind Veränderungen der Brust die nur einseitig auftreten. Wenn die fünf Fragen beantwortet sind, stellen Sie sich die gleichen Fragen noch einmal und zwar mit über dem Kopf erhobenen Armen.

Palpation (Tasten)

Bei der Tastuntersuchung kommt es vor allem darauf an, dass Sie die gesamte Brust untersuchen. Schauen Sie sich nochmals die Bilder und Erklärungen unter „Anatomie der Brust“ an. Die Brustdrüse reicht weiter nach oben und in Richtung Achselhöhle, als man meint.

Nun sollten Sie die Brust komplett abtasten, am besten mit System (zum Beispiel kreisförmig, oder von oben nach unten, oder ähnlich) und zwar mehrmals.

Das erste Mal sollte ganz zart und oberflächlich sein. Am einfachsten geht es mit zwei bis drei Fingern einer Hand, die sie eng beieinander halten. Das zweite Mal etwas fester und mehr eine tiefere Schicht der Brust abtastend. So oft, immer tiefer gehend wiederholen, bis Sie das Gefühl haben, dass die ganze Dicke der Brustdrüse untersucht ist.

Unter Leitung von Frau Dr. A. Schubert bieten wir Selbstuntersuchungskurse an.

 

Plastische Operation

Wir beherrschen die Techniken und Methoden der Plastischen Chirurgie und bieten Ihnen diese Qualifikation auch im Rahmen von wiederherstellenden Operationen an.

Wir operieren Sie nicht nur, wenn es um die möglichst schonende Entfernung eines Knotens geht, sondern auch im Rahmen der Wiederherstellung eines zufrieden stellenden Körperbildes bei allen Brusterkrankungen.

Bruststraffung (Lifting)

Durch viele Faktoren kann es zu einer übermäßigen Erschlaffung der Brust kommen. Das Lifting entspricht einer Straffung der Haut der Brust und damit einer günstigeren Neuformung. Eine stark hängende Brust (extreme Ptosis) kann mit dieser Operationsmethode wieder formschön erscheinen. Wichtig ist hierbei, dass vollkommen auf Implantate – Fremdkörper– verzichtet werden kann.

Brustverkleinerung (Reduktionsplastik)

Bei vielen Patientinnen steht eine Belastung durch die Größe der Brust im Vordergrund. Durch das nicht proportionale große Gewicht der Brust kann es zu verschiedenen Beschwerden kommen, angefangen bei Schnürfurchen durch die BH-Träger, über Kopf- und Nackenschmerzen, bis hin zu orthopädischen Beschwerden durch die Fehlbelastung des Rückens.

Bei der Reduktionsplastik wird eine Verkleinerung der Brust erreicht durch Entfernen von Haut und Brustdrüsengewebe und die Versetzung der Brustwarze an einen optimalen, meist deutlich höheren Standort. Die Neuformierung der Brust führt zu einem formschöneren Ergebnis.

Brustvergrößerung (Augmentation)

Häufige Ursache für den Wunsch nach einer Brustvergrößerung sind die übermäßige Erschlaffung der Brust (Atrophie) bzw. angeborene Fehlbildungen.

Brustimplantate sind weiche Kissen, deren Hülle in jedem Fall aus Silikon besteht. Nur in der Füllung der Implantate gibt es Unterschiede (Silikon, Kochsalzlösung). Die Entscheidung für das eine oder andere Implantat wird gemeinsam mit der Patientin und unter Berücksichtigung der einzelnen Situation getroffen. In den allermeisten Fällen plaziert man das Implantat hinter dem Brustmuskel. Dadurch wird es in der Regel vom Körper besser angenommen.

Korrektur von Fehlbildungen

Auch bei angeborenen Fehlbildungen, entstellenden Operationen in der Vergangenheit oder ähnlichem können wir Ihnen mit diesen oder anderen Methoden wieder zu einem homogenen, ansprechenden Körperbild verhelfen.

Zertifizierung

Zertifizierungen

Kooperationen

Kooperationspartner

Diagnostische und Interventionelle Radiologie Katholisches Klinikum Mainz

Prof. Dr. med. Jörn Oliver Balzer, MHBA

Rheingau-Taunus-Klinik Bad Schwalbach

Radiologische Praxis

Dr. med. Doris Rink
Dr. med. Reinhold Hümmerich
Dr. med. Sybil David

Gymnasiumstraße 4
55116 Mainz

Arzt für Homöopathie

Dr. med. Berthold Fleig

Freiligrathstraße 14
55131 Mainz

Psychoonkologie und Psychosomatischer Konsildienst

Dipl.-Psych. Christina Demmerle

Innere Medizin, Hämatologie und Interne Onkologie

Dr. med. Ina Wöllner

Freiligrathstraße 14
55131 Mainz

Praxis für Strahlentherapie

Dr. med. U. Metzmann
Dr. med. G. Lochhas

August-Horch-Str. 12
55129 Mainz

Institut für Pathologie Universitätsmedizin Mainz

Priv.-Doz. Dr. med. Wilfried Roth

Plastische Chirurgie Katholisches Klinikum Mainz

Prof. Dr. med. Henrik Menke

Thoraxchirurgie Katholisches Klinikum Mainz

Univ.-Doz. Dr. med. Peter Hollaus

Innere Medizin Katholisches Klinikm Mainz

Prof. Dr. med. Michael Jung, FRCP

Ansprechpartner

Prof. Dr. med. Arnd Hönig

Chefarzt, Leitung des Brustzentrums

E-Mail:frauenklinik@​kkmainz.​de

Sprechstunden

Brustsprechstunde:

Anmeldung unter:
Telefon: 06131 / 575 831435
Termine: Dienstag und Donnerstag nur nach vorheriger Vereinbarung
Telefax: 06131 / 5757 1561

Selbstuntersuchungskurse:

Dr. med. Anna Schubert, MammaCare-Trainerin
Information und Anmeldung bei Edith Blum,
Telefon: 06131 / 575 1433

Onkologische Sprechstunde:

Simone Lawall
Telefon: 06131 / 575 831408
E-Mail: s-lawall@kkmainz.de

Katholisches Klinikum Mainz

An der Goldgrube 11
55131 Mainz
Telefon:06131 / 575 0
Telefax:06131 / 575 1610
Internet: http://www.kkm-mainz.dehttp://www.kkm-mainz.de