Klinik für Thoraxchirurgie

Standort: St. Vincenz und Elisabeth Hospital

Herzlich Willkommen in der Klinik für Thoraxchirurgie!

Es ist schön, dass Sie sich unsere Abteilung als Ort für Ihre Operation ausgesucht haben oder für einen Eingriff in Betracht ziehen. Ich danke Ihnen für Ihr Vertrauen und bin sicher, dass wir Sie nicht enttäuschen werden. 

Qualitätszertifiziertes Team
In unserer Abteilung arbeitet ein Team erfahrener Lungenchirurgen, das zusammen auf mehrere tausend Operationen zurückblicken kann, darunter auch viele komplizierte Eingriffe. Qualität ist für uns gelebter Inhalt unserer Arbeit. Davon zeugt das Gütesiegel für Qualität des OnkoZert-Institutes (eine unabhängige Einrichtung, die im Auftrag der Deutschen Krebsgesellschaft jährlich Organkrebszentren und Onkologische Zentren überprüft), das wir als erstes zertifiziertes Lungenzentrum in Rheinland Pfalz führen dürfen. Sie sehen anhand dieses Kennzeichens, dass unabhängige Experten die Qualität unserer Abteilung für gut befunden haben.

Medizinische und menschliche Kompetenz
Verantwortung und Menschlichkeit sind wichtige Säulen unserer Arbeit. Unsere Patienten erhalten kompetente Antworten auf Ihre Fragen und haben mit Ihren Ärztinnen und Ärzten Begleiter an Ihrer Seite, die sie auch menschlich verantwortungsvoll durch den Dschungel der modernen Diagnose- und Heilungsverfahren führen.

Möglichst schonende Verfahren
Wir wissen: Eine Operation – gleich welcher Art - ist ein Ereignis, das Ängste wachrufen kann. Ein Eingriff zieht naturgemäß vorübergehende Einschränkungen nach sich. Doch ein verantwortungsvoller Chirurg wird das Ausmaß der Störung für den Körper möglichst niedrig halten. Dies beginnt bei der Wahl der Größe des Hautschnitts und setzt sich fort in einer möglichst schonenden Operationstechnik.

Unser Wahlspruch  lautet daher: So viel wie notwendig, so schonend wie möglich.

Wir führen bereits 70 Prozent aller Operationen endoskopisch durch. Durch diese Technik der kleinen Schnitte (so genannte "Schlüssellochchirurgie") erholen sich unsere Patienten schneller und haben weniger Schmerzen. Wenn Schlüssellochchirurgie nicht möglich ist, können wir in vielen Fällen durch den Einsatz des Lungenlasers Tumore punktgenau entfernen und den Verlust an Lungengewebe auf ein Minimum reduzieren.

Eingehen auf individuelle Sorgen
Alle Menschen fürchten das Unbekannte. Ausführliche Information ist ein gutes Gegenmittel. Je besser man über eine Operation und die damit verbundenen Veränderungen Bescheid weiß, umso besser kommt man damit zurecht. Deswegen hat eine sorgfältige Aufklärung sowie das Eingehen auf individuelle Sorgen bei uns absolute Priorität.

Falls Sie noch mehr wissen wollen, können Sie auf unserer Homepage unser Leistungsangebot studieren, aber auch die Abläufe während des stationären Aufenthaltes und nach einer Lungenoperation. Sie erfahren, worauf Sie achten sollten, womit Sie rechnen können und welche Ihrer Befürchtungen vielleicht unbegründet sind.

Natürlich kann eine Homepage kein persönliches Gespräch ersetzen. Ich lade Sie daher herzlich ein, uns in unserer Sprechstunde zu besuchen.

Seien Sie gewiss, dass Sie in unseren Händen gut aufgehoben sind.

Ihr

Univ.-Doz. Dr. Peter Hollaus, M.A.
Chefarzt

Leistungsspektrum

Das komplette diagnostische und operative Spektrum der Erkrankungen von Lunge und Brustraum wird auf qualitativ höchstem Niveau und nach dem aktuellen Stand der Wissenschaft angeboten. Für jeden Patienten wird die bestmögliche, individuelle Behandlungsstrategie in unserer wöchentlichen, interdisziplinären Tumorkonferenz fachübergreifend mit Spezialisten der beteiligten Gebiete erarbeitet.

Die folgenden operativen Eingriffe führen wir in unserer Klinik durch:

Diagnostische Eingriffe

Minimalinvasive, video-assistierte thorakoskopische und mediastinoskopische Biopsie oder Resektion bei

  • unklaren Lungenrundherden
  • Pleura- und Thoraxwanderkrankungen
  • Lungengerüsterkrankungen (z.B. Lungenfibrose)
  • Tumoren und Lymphknotenvergrößerungen im Mediastinum

Therapeutische Eingriffe

Minimalinvasive Eingriffe durch video-assistierte thorakoskopische Operationen (VATS):

  • Extraanatomische und anatomische Lungenresektionen
  • Behandlung des Pneumo- und Hämatothorax
  • Lungenvolumenreduktion
  • Pleurektomie
  • Pleurodese
  • Perikardfensterung
  • Sympathektomie

Konventionelle, offen chirurgische Operationen, bevorzugt über einen muskelschonenden Zugang (antero-laterale Thorakotomie):

  • Extraanatomische Lungenresektionen
  • Anatomische Resektionen:

    • Segmentresektion
    • Lobektomie
    • Bilobektomie
    • Pneumonektomie
    • Parenchymsparende broncho- und angioplastische Verfahren (Manschettenresektion)
    • Erweiterte Resektionen (Brustwand, Perikard, Vorhof, Zwerchfell, V. cava, Aorta)

  • Lymphadenektomie
  • Laser-Resektionen mit Nd:YAG-Laser z.B. bei Lungenmetastasen
  • Dekortikation
  • Plastisch-rekonstruktive Chirurgie von Brustwand-, Zwerchfell- und Perikarddefekten
  • Resektion mediastinaler Tumoren
  • Tracheotomie

Ambulanz für maligne Ergüsse und deren Therapie

Dr. med. Jasmin Dei-Anang, Oberärztin der Klinik für Thoraxchirurgie
Ermächtigte Ärztin

Maligne Ergüsse sind Flüssigkeitsansammlungen, die sich im Brustkorb zwischen Lunge und Rippen bilden. Sie treten bei etwa der Hälfte aller Patienten mit einem Krebsleiden und einer Metastasenbildung am Rippenfell auf. Die Ansammlungen können sich im Verlauf der Erkrankung ausweiten und verdrängen die Lunge, die damit weniger Raum zum Atmen hat. Leistungseinschränkungen bis hin zur Atemnot sind die Folge.

Nach Punktion und Analyse des Sekretes bieten wir verschiedene Möglichkeiten der Therapie an – abhängig von Alter und Allgemeinzustand des Patienten und der Art des Primärtumors. Damit ist eine individuelle, auf die Situation des Patienten zugeschnittene Versorgung möglich.

Mit der Ermächtigung, eine Ergussambulanz zu führen, bieten wir Patienten darüber hinaus die Möglichkeit, auch nach ihrer Behandlung im Krankenhaus von unseren Experten ambulant weiterversorgt zu werden. Das beinhaltet das Versorgen einer gegebenenfalls eingelegten Drainage, das Überwachen des Katheters und das Behandeln möglicher Wundprobleme. Falls notwendig können ergänzende Untersuchungen und Behandlungen zeitnah im kkm durchgeführt werden.

Die Ergussambulanz der Klinik für Thoraxchirurgie steht die allen Patienten mit dieser Erkrankung unabhängig vom zugrundeliegenden Primärtumor zur Verfügung.

 

Das sollten Sie mitbringen:

  • Überweisung ihres Facharztes (es ist keine Einweisung notwendig)
  • Unterlagen über die bisherige Behandlung

 

Kontakt:

Eine Terminvereinbarung erfolgt über das Sekretariat der Klinik für Thoraxchirurgie:
Telefon:  06131 / 575 1650.
Montag bis Donnerstag, 8 bis 16 Uhr
Freitag, 8 bis 13 Uhr

Qualitätssicherung

Die Deutsche Krebsgesellschaft (DKG) hat das Lungenzentrum am Katholischen Klinikum Mainz 2009 mit ihrem Qualitätszertifikat ausgezeichnet – als erstes Lungenkrebszentrum in ganz Rheinland-Pfalz und einziges in der Region Rhein-Main. Damit gehört das kkm zu den ersten zehn Kliniken in Deutschland, die offiziell als spezialisierte Lungenkrebszentren durch die DKG ausgewiesen werden.

Darüber hinaus ist das Katholische Klinikum Mainz nach DIN EN ISO 9001:2008 vom TÜV zertifiziert.

Qualitäts-Siegel "Transparente Klinik"

Ablauf rund um Ihren Aufenthalt

Vor der Operation

Voruntersuchungen

Wenn Sie an der Lunge operiert werden müssen, sind im Vorfeld einige Untersuchungen nötig. Wir ermitteln die Lungenfunktion, damit wir wissen, wie die Operation angelegt werden kann.

Blutuntersuchungen und EKG dienen zur Beurteilung Ihres allgemeinen Gesundheitszustandes.

Bei der Spiegelung der Atemwege (der sogenannten Bronchoskopie) sehen Ihre Ärzte die großen Luftwege (Luftröhre, Bronchien) ein und entnehmen gegebenenfalls Gewebsproben. Diese Untersuchung ist beim Vorliegen von Lungenkrebs unerlässlich.

Eine weitere unverzichtbare Basis-Untersuchung ist die Computertomografie der Lunge. Die Bilder sollten zum Operationszeitpunkt nicht älter als sechs Wochen sein.

Bei bösartigen Erkrankungen (Lungenkrebs) wird die Diagnostik durch eine Kernspin-Tomographie des Schädels sowie einer Ultraschall-Untersuchung des Bauchraums komplettiert.

Zusätzlich werden die Knochen mit einer sogenannten Skelett-Szintigrafie untersucht.

Meist sind diese Untersuchungen bereits in unserer Klinik für Pneumologie am kkm-Standort St. Hildegardis-Krankenhaus durchgeführt worden.

Manchmal muss noch eine Positronen-Emissions-Tomographie (PET-CT) ergänzt werden, die meistens in der Universitätsklinik Frankfurt durchgeführt wird.

Der Tag der stationären Aufnahme

Sie sollten sich am geplanten Tag Ihrer stationären Aufnahme um 7:30 Uhr morgens im Parterre im Aufnahmezentrum einfinden. Sie müssen nicht nüchtern sein, es sei denn, es sind noch spezielle Untersuchungen geplant. In diesem Fall werden Sie von uns vorab entsprechend informiert.

Bitte bringen Sie sämtliche Befunde, Arztbriefe und sonstige wichtige medizinische Unterlagen (zum Beispiel Marcumar-Pass, Geräte-Pass von Schrittmacher, Allergie-Ausweis, Röntgen-Pass etc.) mit.

Der Tag vor der Operation

Aufklärung über die Operation

Einer unserer ärztlichen Kollegen klärt Sie am Tag vor der Operation über das Operationsverfahren sowie dessen Risiken und Komplikationsmöglichkeiten ausgiebig auf. Wenn Sie Fragen haben sollten, sprechen diese ruhig an.

TIPP:  Oft hat man viele Fragen, die man aber im entscheidenden Moment wieder vergisst. Deswegen empfehlen wir, sie vor der Aufnahme zu notieren.

Aufklärung über die Narkose

Bereits im Vorfeld des geplanten Eingriffes nehmen die kkm-Anästhesisten an den regelmäßigen fachübergreifenden Besprechungen teil. So kann für Sie ein individuelles Narkose Konzept entwickelt werden, das eventuelle Risikofaktoren berücksichtigt.
Am Tag vor der geplanten Operation findet ein ausführliches Narkosevorbereitungsgespräch statt. Ihre Ärztinnen und Ärzte erklären Ihnen den Narkoseablauf  und wägen gemeinsam mit Ihnen die Vor-  und Nachteile der für Sie in Frage kommenden Verfahren ab. Der Eingriff selbst findet in Vollnarkose statt.
Eine wirksame Methode zur Schmerzbekämpfung nach der Operation, die wir standardmäßig anbieten, ist das Legen eines rückenmarksnahen Schmerzkatheters. Dadurch können wir die Schmerzmedikamente noch genauer an ihren Wirkungsort bringen und den Schmerz besser in Schach halten. Unter lokaler Betäubung wird ein dünner Schlauch platziert. Da Sie dabei sitzen müssen, erfolgt diese Maßnahme VOR der Injektion des Einschlafmittels.

Medikamente, die Sie zu Hause einnehmen

Medikamente, die Sie zu Hause regelmäßig einnehmen, sollten Sie entweder alle mitbringen oder auf einer Liste zusammenstellen, damit wir die aktuelle Einnahme notieren und übernehmen können. Während des stationären Aufenthaltes erhalten Sie Ihre Medikamente von uns.
Über Ihre derzeitige Medikation können Sie uns zum Beispiel anhand unseres Arzneimittelfragebogens infomieren.

Achtung: Die Einnahme blutverdünnender Medikamente wie Marcoumar, Plavix oder Aspirin erhöhen das Blutungsrisiko bei einer Operation. Deswegen müssen Sie fünf Tage vor einem geplanten Eingriff nach Rücksprache mit Ihrem Hausarzt abgesetzt und gegebenenfalls ersetzt werden! Nur in medizinsch begründeten AUsnahmefällen ist die weitere Einnahme trotz einer Operation gerechtfertigt!

Thrombose-Spritze, Magenschutz

Grundsätzlich bekommt jeder Patient (falls keine Gegenanzeigen bestehen) eine tägliche Heparin-Spritze als Vorbeugung gegen eine Thrombose sowie eine Magenschutz-Tablette.

Am Abend vor der Operation

Am Abend vor der Operation verabreichen wir ein Medikament, damit Sie gut und erholsam schlafen können.

TIPP: Sie müssen nicht warten, bis Ihnen die Schwester eine Beruhigungstablette im Rahmen der Abendvisite anbietet. Wenn Sie sehr  nervös sind, verlangen Sie Ihre Tablette vorher.

Bei größeren Eingriffen kann nach der Operation ein Aufenthalt auf der Intensivstation nötig sein, um Ihrem Körper in idealer Weise bei der Stabilisierung zu helfen. Dann bitten wir Sie, am Abend vor der Operation nötige persönliche Utensilien (zum Beispiel Kulturbeutel, Rasier-Apparat oder Brille) zusammenzupacken, damit wir sie Ihnen für die Intensivstation mitgeben können. Nachtwäsche, Handtücher und Waschlappen erhalten Sie von uns. Ihr übriges Gepäck sollte in einem Koffer oder einer Tasche verstaut sein, die wir für Sie aufbewahren, bis Sie zurückverlegt werden können. Auf der Intensivstation bleiben Sie nicht länger als unbedingt notwendig.

Wertsachen sollten Sie Ihren Angehörigen mit  nach Hause geben.

Der Tag der Operation

Nachdem Sie früh morgens ein sogenanntes „OP-Flügel-Hemdchen“ und angepasste Kompressionsstrümpfe erhalten haben, fahren Sie unsere Mitarbeiter in Ihrem Bett zu unserem OP-Trakt im ersten Stock und lagern sie über eine spezielle Schleuse auf die OP-Liege. Wenn die Vorbereitungen unserer Narkose-Ärzte im Vorraum abgeschlossen sind, werden Sie in den OP-Saal gebracht, wo Sie das OP-Team empfängt. Damit der Chirurg an das Operationsgebiet kommen kann, liegen Sie während des Eingriffes auf der Seite.

Am Ende des Eingriffs legen wir Drainagen in den Brustkorb, damit Blut und Wundsekret abgeleitet werden und die Lunge sich wieder gut entfalten kann. Nach größeren und komplexen Eingriffen werden die Patienten für mindestens eine Nacht auf der Intensiv-Station (1. Stock) überwacht und betreut. Bei ausreichender Stabilität der Patienten erfolgt die Rückverlegung auf unsere Normalstation 2B.

Auf der Intensiv-Station

Falls Sie auf der Intensivstation (1. Stock) liegen, können Sie Ihre Angehörigen selbstverständlich auch dort besuchen – allerdings sinnvoller Weise frühestens vier bis fünf Stunden nach Operationsende.

Nach der Operation ist man meist etwas benommen. Deshalb ist es sinnvoll, sich vor einem Besuch telefonisch über den Zustand der operierten Patienten zu erkundigen (Telefon: 06131 / 575 1281). Die offiziellen Besuchszeiten auf der Intensiv-Station sind von 10 bis 19 Uhr.

Nach der Operation

Während sich die Patienten am eigentlichen Operationstag, nach Abklingen der Narkose, meist recht wohl und frisch fühlen, kann in den darauffolgenden zwei bis drei Tagen ein Gefühl der Müdigkeit eintreten. Diese kurzfristige Erscheinung ist ganz normal. Es handelt sich um eine physiologische Reaktion des Körpers auf den operativen Eingriff. Nach zwei bis drei Tagen fühlen sich die Patienten in der Regel deutlich besser und kräftiger.

In den Tagen nach der Operation führen wir regelmäßig Blut-Untersuchungen durch und röntgen die Lunge. Die Drainagen werden abhängig von Sekret-Menge und Lungenentfaltung in den nächsten Tagen auf Station entfernt – eine Narkose ist dafür nicht notwendig.

Hautnähte

Für den Hautverschluss verwenden wir Nahtmaterial, das sich von selbst auflöst, so dass kein Faden gezogen werden muss.

Physiotherapie

Sehr rasch nach der Operation (meist schon am ersten Tag) beginnt unser Pflegepersonal, anschließend unterstützt von den Kollegen der Physiotherapie, mit der Mobilisierung. Trotz Drainagen und Infusionen wird es für Sie möglich sein, aus dem Bett zu kommen und wieder erste Schritte zu machen. Eine frühzeitige Mobilisierung ist entscheidend, um unter anderem der Entstehung einer Thrombose entgegenzuwirken.

Sehr wichtig ist für Sie die Atem-Gymnastik: Unsere erfahrenen Atem-Therapeuten unterrichten Sie in verschiedenen Atemtechniken, die vor allem das schmerzarme Abhusten von Sekret unterstützen. Sie erhalten zudem einen sogenannten Kunststoff-Atem-Trainer (Kendall-Trainer), mit dem Sie regelmäßig (am besten jede volle Stunde nach Anleitung) selbst trainieren können, um damit die Entfaltung der operierten Lunge zu unterstützen, das Lungenvolumen zu erhöhen und dadurch die Atemfunktion zu steigern.

Falls das Sekret zu fest sitzt und gegebenenfalls sogar ein Teil des Bronchial-Systems damit verlegt ist, ist in manchen Fällen eine Bronchoskopie (Spiegelung der Luftwege) mit Sekretabsaugung nötig.

TIPP: Als Raucher sollten Sie möglichst früh vor der Operation mit dem Rauchen aufhören, damit die Atemwege Zeit haben, sich zu erholen. Je länger die letzte Zigarette zurückliegt, desto besser.

Schmerztherapie

Die regelmäßige Gabe von Schmerzmitteln ist nach Operationen am Brustkorb selbstverständlich (sowohl durch kontinuierliche Schmerz-Pumpen, Infusionen, Injektionen oder Tabletten). Falls Sie dennoch Schmerzen haben sollten, dann melden Sie sich umgehend beim Pflege-Personal. Es ist nicht notwendig, zu versuchen, den Schmerz auszuhalten. Ihnen wird dann gleich geholfen und die dauerhafte Schmerz-Medikation wird angepasst. Grundsätzlich gilt: Schmerzmittel sind in adäquater Form verwendet nicht schädlich. Bei besonders komplexen Schmerz-Problemen steht uns ein Kollege des anästhesiologischen Schmerz-Konsil-Dienstes zur Seite.

TIPP: Jedes Medikament braucht Zeit, bis es seine Wirkung entfaltet. Verlangen Sie daher Ihre nächste Schmerzspritze beziehungsweise –tablette bereits dann, wenn Sie merken, dass die Wirkung der vorangegangenen Medikation nachzulassen beginnt und nicht erst, wenn die Schmerzen wieder unerträglich geworden sind.

Drainagen

In den ersten Tagen nach der Operation fördern die Drainagen Sekret. Die Schmerzen können etwas stärker werden. Das bedeutet aber auch, dass Drainageschläuche bald entfernt werden können. So  kommt es im Normalfall zu einem deutlichen Rückgang der Schmerzen.

Feingeweblicher Befund

Die Aufarbeitung des Operations-Präparates unter dem Mikroskop (histologische Untersuchung durch den Pathologen) dauert in der Regel drei bis vier Werktage. Sobald uns der Befund schriftlich vorliegt, setzen wir Sie davon in Kenntnis.

Bei Lungenkrebs besprechen wir Ihren Fall in der fachübergreifenden  Tumorkonferenz unseres Lungenzentrums, an der hochqualifizierte Spezialisten verschiedener Fachkliniken teilnehmen. Dabei erstellen wir gemeinsam für Sie  ein individuelles Behandlungs-Konzept. Abhängig von der Größe des Tumors, dem Befall der Lymphknoten und vorliegenden Begleit-Erkrankungen wird entschieden, ob eine weitere Behandlung wie Chemotherapie oder Bestrahlung oder eine Kombination von beidem notwendig und sinnvoll ist.

Tag der Entlassung

Entlassungsgespräch

Am Morgen des Entlassungstages führen wir ein Abschluss-Gespräch bzgl. des weiteren Vorgehens und eine abschließende körperliche Untersuchung durch. Es ist sinnvoll, wenn Sie sich Ihre Fragen bereits vorher notiert haben.

Entlassungsbrief

Sie erhalten einen ausführlichen Brief für den/die Hausarzt/ärztin, in dem entscheidende Informationen bzgl. Diagnose, Operation, stationärer Verlauf sowie das geplante weitere Verfahren vermerkt sind. Nur so ist sichergestellt, dass Ihnen die empfohlenen Medikamente weiter verschrieben werden können.

Medikamente

Leider dürfen wir Ihnen kein Kassenrezept für Ihre Medikamente schreiben. Wir geben Ihnen aber Ihre Tabletten für den Entlassungstag mit. Bitte suchen Sie daher noch am Tag der Entlassung Ihren/e Hausarzt/ärztin auf oder sorgen Sie durch einen Ihrer Angehörigen dafür, dass der Brief noch am gleichen Tag vorgelegt werden kann, sodass Sie spätestens am darauf folgenden Tag ein Rezept abholen können. Wenn Ihr Hausarzt im Urlaub sein sollte, konsultieren Sie die Vertretung oder die ärztliche Bereitschaftspraxis in Ihrer Umgebung.

 

Zusätzliche Hilfsangebote

Psychoonkologie und psychosomatischer Konsiliar-Dienst

Unsere Abteilung steht in engem Kontakt mit den erfahrenen Kollegen/innen der Abteilung für Psycho-Onkologie und dem psychosomatischen Konsiliar-Dienst. Ziel einer psychoonkologischen Behandlung und Begleitung ist es, Sie bei der Bewältigung Ihrer Krankheit zu unterstützen. Ergänzt wird dieses Angebot von einer speziell ausgebildeten Musiktherapeutin.

Palliativmedizinischer Dienst

In Situationen, in denen keine Heilung möglich ist, ist es uns ein besonders wichtiges Anliegen, unsere Patienten und deren Angehörige professionell und ganzheitlich zu unterstützen. Die Ärzte/innen des palliativmedizinischen Dienstes sind für die Behandlung, Betreuung und Begleitung schwerstkranker Patienten im fortgeschrittenen Krankheits-Stadium speziell ausgebildet. 

Sozialdienst

Mitarbeiter der Abteilung Sozialdienst im kkm stehen bei persönlichen, familiären und wirtschaftlichen Fragen, die sich durch Ihre Krankheit ergeben, zur Verfügung; sie helfen bei der Vermittlung von Pflege und Haushaltsführung nach der Entlassung und kümmern sich um die Versorgung mit Hilfsmitteln (z.B. Sauerstoff-Heim-Gerät, Rollator etc.). Außerdem vermitteln sie stationäre und teilstationäre Rehabilitationen.

Grüne Damen

Die Grünen Damen des kkm sind ehrenamtliche Helferinnen, die unsere Patienten zusätzlich betreuen, Gespräche führen und Besorgungen erledigen.

 

Nach der Entlassung

Kontrolltermin

Sie erhalten einen ambulanten Termin in unserer Oberarzt-Sprechstunde zur Kontroll-Untersuchung, ca. ein bis zwei Wochen nach der Entlassung. Falls Sie vorher Probleme mit der Wunde, mit der Atmung oder gar Schmerzen haben sollten, melden Sie sich bitte jederzeit bei unserer Notaufnahme telefonisch unter: 06131/5751199. Ein/e diensthabender Kollege/in ist Tag und Nacht im Einsatz.

Schmerzmedikamente

Die Wundheilung der Brustwand benötigt rund sechs Wochen. Während dieser Zeit laufen noch zahlreiche Entzündungsvorgänge im Rahmen der Wundheilung ab, die Schmerzen verursachen können. Schmerzmittel nur bei Bedarf einzunehmen – also dann, wenn der Schmerz nur noch schwer erträglich ist – ist falsch. Schmerzmedikamente sollen regelmäßig eingenommen werden, egal, ob Sie Schmerzen haben oder nicht. Nur so kann erreicht werden, dass eine ausreichende Anreicherung des Wirkstoffs in Ihrem Blut entsteht. Die Schmerzmittel sollten nach dem stationären Aufenthalt regelmäßig über mindestens drei, besser sechs Wochen eingenommen werden. 

Körperliche Schonung

In den ersten sechs Wochen nach der Operation sollten Sie keine Lasten heben, die schwerer als 5 kg sind. Meiden Sie Sportarten, bei denen die Brustmuskulatur stark beansprucht wird (zum Beispiel Tennis oder Schwimmen). Gegen ausgedehnte Spaziergänge an der frischen Luft ist nichts einzuwenden, aber meiden Sie Überanstrengung. Es kann je nach der Größe der vorangegangenen Operation von rund drei bis zu sechs Monaten dauern, bis sich der Organismus umgestellt und den Funktionsverlust vollständig ausgeglichen hat.

Flugreisetauglichkeit

Wir empfehlen, in den ersten 3 Monaten nach einer Lungen-Operation, auf Flugreisen zu verzichten.

Team

Univ.-Doz. Dr. med. Peter Hollaus, M. A.

Chefarzt, Leiter des Lungenzentrums

Telefon:06131 / 575 1650
Telefax:06131 / 575 1670
E-Mail:thoraxchirurgie@​kkmainz.​de

Dr. med. Bernhard Gohrbandt

Leitender Oberarzt, Koordinator des Lungenzentrums

Dr. med. Jasmin Dei-Anang

Oberärztin

Dr. med. Alexander Grebe

Oberarzt

Dr. med. Ina Maria Hartenfels

Fachärztin

Cornelius Guth

Teamleitung der Pflege

Telefon:06131 / 575 831919
E-Mail:c-​guth@​kkmainz.​de

Klinik für Thoraxchirurgie

Leitung

Univ.-Doz. Dr. med. Peter Hollaus, M. A.

Chefarzt, Leiter des Lungenzentrums

Telefon:06131 / 575 1650
Telefax:06131 / 575 1670
E-Mail:thoraxchirurgie@​kkmainz.​de

Sekretariat

Daniela Riedel

Sekretariat

Telefon:06131 /575 1650
Telefax:06131 / 575 1670
E-Mail:thoraxchirurgie@​kkmainz.​de

Sprechstunde & Ambulanz

Chefarzt-Sprechstunde

nach Vereinbarung.

Oberarzt-Sprechstunden

Dienstag und Donnerstag von 9 bis 12 Uhr, nach Vereinbarung.

Bitte vereinbaren Sie Termine unter:

Sekretariat

Frau Daniela Riedel
Tel.: 06131 / 575 1650
Fax: 06131 / 575 1670

 

 

Zertifizierungen

St. Vincenz und Elisabeth Hospital

An der Goldgrube 11
55131 Mainz
Telefon:06131 / 5750
Telefax:06131 / 575 1610
Internet: http://www.kkm-mainz.dehttp://www.kkm-mainz.de