Klinik für Akutgeriatrie

Standort: St. Hildegardis-Krankenhaus

Herzlich Willkommen in der Klinik für Akutgeriatrie am kkm!

Liebe Patientin, lieber Patient!

Die Klinik für Akutgeriatrie beschäftigt sich mit den speziellen Anforderungen älterer Menschen. Häufige Krankheitsbilder sind beispielsweise: Schlaganfall, Diabetes, Demenz, Herzinfarkt, Herzerkrankung, Kreislaufkollaps, Synkope oder durch einen Sturz zugezogene Brüche.

 

Geriatrie – Was ist das eigentlich?

Sinngemäß übersetzt bedeutet Geriatrie, Alters- oder Altenmedizin bzw. -heilkunde, und  ist die Lehre von den Krankheiten des alternden Menschen.

Dabei ist der Begriff des Alters starken historischen Veränderungen unterworfen. Galt früher ein Mensch über 60 Jahre bereits als alt, so darf er sich heute noch zu den so genannten „jungen Alten“ zählen, während Hochaltrigkeit nach aktueller Auffassung jenseits des 75. Lebensjahres beginnt. Aber auch mit 75 Jahren sind die weiteren Aussichten durchaus günstig:
Die durchschnittliche Lebenserwartung beträgt dann immer noch über zehn Jahre (bei Frauen sogar deutlich mehr). Allerdings wird besonders die Selbstständigkeit alter Menschen durch Schlaganfälle, Herz-Kreislauferkrankungen, Folgen von Stürzen (zum Beispiel Bruch des Oberschenkelhalses) und der Kombination verschiedener innerer Erkrankungen (Multimorbidität) bedroht.

Ziel der Geriatrie ist es, Menschen im fortgeschrittenen Lebensalter ihre Selbstständigkeit und ihre Lebensqualität wiederzugeben oder zu erhalten. Aufgrund der Altersstruktur unserer Gesellschaft mit einer zu erwartenden Zunahme an alten und hochaltrigen Patienten erscheint eine weitere Spezialisierung und Zuwendung auf die Besonderheiten dieser Patientengruppe mehr als notwendig.

Ihr 

Dr. med. Lothar van den Abeelen
und Team

Leistungsspektrum

Geriatrische Schlaganfalleinheit

Aufnahmeindikation ist ein akutes neurologisches Defizit mit Verdacht auf einen Schlaganfall. Es besteht eine Vereinbarung mit der neurologischen Stroke-Unit der Universitätsklinik bezüglich der Zuweisung von Schlaganfallpatienten. In die Schlaganfalleinheit der Geriatrischen Klinik werden vorrangig ältere Patienten aufgenommen, die voraussichtlich nicht von einer Lysetherapie profitieren. Vorwiegend gilt dies für

  • multimorbide Patienten in fortgeschrittenem Lebensalter
  • Patienten, die außerhalb des Drei-Stundenfensters zur Aufnahme kommen
  • Patienten mit Reinsult bei vorbestehendem funktionellem Defizit.

Da gerade diese Patienten von einer unmittelbaren funktionellen Therapie durch das geriatrische Team unter den Behandlungsstandards einer internistischen Intensivüberwachungsstation profitieren, sollten sie
notfallmäßig in die geriatrische Schlaganfalleinheit eingewiesen werden. Die Einheit hat eine Kapazität von zehn (plus vier) Betten und steht rund um die Uhr zur Aufnahme bereit.

Geriatrische Klinik

Die Geriatrische Klinik nimmt Patienten aus folgenden Indikationsgebieten auf:

  • Multimorbide Patienten, die in ihrer selbständigen Lebensführung bedroht sind (zum Beispiel Patienten mit Herz-Kreislauferkrankungen, Polyarthrosen, Stoffwechselstörungen mit Folgeerkrankungen, degenerative Erkrankungen, akute Infekte.)
  • Patienten nach Sturzereignissen zur Remobilisation und Abklärung von Sturzursachen (zum Beispiel Synkopen)
  • Übernahme von Patienten aus operativer Primärversorgung zur weiteren geriatrischen Komplexbehandlung
  • Übernahme von Patienten aus der Schlaganfalleinheit
  • Patienten mit dementiellen Syndromen oder Inkontinenzproblematik im Rahmen der geriatrischen Multimorbidität

Unser Spektrum im Überblick:

  • Allgemeine Internistische Diagnostik und Therapie
  • Schlaganfallstation und –behandlung
  • Herz-Kreislauferkankungen
  • Geriatrisches Assessment (Funktionelle Bewertung von Fähigkeitsstörungen des älteren Patienten, zum Beispiel in den Aktivitäten des täglichen Lebens [ADL], der Mobilität, der Kognition, der Gangsicherheit oder der Ernährung am Beginn und Ende der Behandlung)
  • Abklärung von Sturzursachen, zum Beispiel Ohnmacht (Synkopen)
  • Kardiovaskuläre Funktionsdiagnostik
  • Physiotherapie
  • Logopädie
  • Ergotherapie
  • Physikalische Therapie
  • Hilfsmittelversorgung und -training
  • Angehörigenberatung
  • Sozialdienst
  • Seelsorge

 

Patienten-Info

Zu den Schwerpunkten der Behandlung von geriatrischen Patienten zählen neben dem akuten Schlaganfall Erkrankungen des Herz-Kreislaufsystems, Synkopen (Ohnmacht) und Stürze mit ihren Folgen (postchirurgische Versorgung, Abklärung Sturzkrankheit) sowie die Einordnung der Maßnahmen in den Kontext der häufigen Komorbiditäten („Nebenerkrankungen“) wie zum Beispiel das dementielle Syndrom oder Morbus Parkinson.

Behandlung bei Schlaganfall

Als Intensiv-Überwachungsstation mit insgesamt zehn (plus vier) modernsten Monitorplätzen ist die Geriatrische Schlaganfalleinheit neben der Stroke-Unit der Neurologischen Universitätsklinik für die Akutbehandlung von Schlaganfallpatienten in Mainz und Rheinhessen verantwortlich. Während die Neurologische Stroke-Unit vorrangig Patienten mit potentieller Lyse-Indikation aufnimmt, richtet sich das therapeutische Angebot der geriatrischen Schlaganfalleinheit an ältere, multimorbide Patienten, die von einer frühzeitigen und umfassenden funktionellen Behandlung durch das geriatrische Team profitieren. Im Sinne dieser kollegialen Aufgabenteilung gibt es keine Schlaganfallpatienten erster oder zweiter Klasse, sondern lediglich Patienten mit unterschiedlichen medizinischen und menschlichen Bedürfnissen, die in der für sie jeweils geeigneten Klinik alle erstklassig behandelt werden.
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Herz-Kreislauferkrankungen

In Absprache mit der II. Medizinischen Klinik der Universitätsmedizin Mainz (Schwerpunkt Kardiologie) erfolgt die Behandlung von Patienten mit Herz-Kreislauferkrankungen sowohl in der Akutphase als auch im weiteren Verlauf. Dabei liegt der Schwerpunkt der Akutgeriatrie in der Behandlung der alten und hochaltrigen Patienten. Die Universitätsmedizin behandelt vorrangig die jüngeren Patienten sowie Patienten jeden Alters, die einer invasiven Maßnahme (zum Beispiel Herzkatheteruntersuchung) zugeführt werden sollen. Zur Behandlung der Herz-Kreislaufpatienten stehen vier modernste Monitorplätze der Geriatrischen Schlaganfalleinheit und Monitorstation bzw. Interdisziplinären Intensivstation des kkm am Standort St. Hildegardis-Krankenhaus zur Verfügung. Alle gängigen Ultraschalluntersuchungen zur kardiovaskulären Diagnostik stehen zur Verfügung, unsere Ärzte sowie das gesamte Team verfügen selbstverständlich über das nötige Know How.
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Abklärung von Sturzursachen

Im Rahmen von Stürzen kommt es gehäuft zu schweren Verletzungen wie zum Beispiel der Bruch des Oberschenkelhalses. Zu unseren Schwerpunkten gehört sowohl die Nachbetreuung nach einer Operation als auch die Abklärung von Sturzursachen um weitere Stürze und Knochnbrüche zu verhindern.

Qualitätssicherung

Qualitäts-Siegel "Transparente Klinik"

Abläufe auf Station

Aufnahme

Sollte ein Aufenthalt in unserer Klinik von Ihrem Hausarzt empfohlen oder verordnet werden, wird dieser für Sie einen Termin mit uns vereinbaren. Zu diesem Termin kommen Sie dann bitte in unsere Notaufnahme. Diese liegt im Erdgeschoss unseres Hauses. Bei Orientierungsschwierigkeiten sind die Mitarbeiter an der Pforte Ihnen gerne behilflich. Direkt am Aufnahmetag beginnt unser mulitprofessionelles Team damit, Ihren Gesundheitszustand abzuklären.

Auf Station

In der Notaufnahme bekommen Sie Ihr Zimmer auf einer unserer Stationen für Ihren Aufenthalt zugewiesen. Dort werden Sie von unseren Pflegekräften begrüßt und man hilft Ihnen beim Auspacken.

Bei der täglichen Visite werden Untersuchungen und Therapien mit Ihnen besprochen und festgelegt, so dass ein reibungsloser Ablauf gewährleistet wird. Die Pflegekräfte unterstützen Sie bei Bedarf in der täglichen Körperpflege.

Angehörige

Wir beziehen Sie und auf Wunsch Ihre Angehörigen gerne in die Therapieplanung mit ein. Dazu möchten wir Sie bitten, eine Person, also einen Angehörigen, als Ansprechpartner für uns zu benennen. Das macht die Koordinierung der Informationen für uns erfahrungsgemäß erheblich einfacher.

Behandlungsverlauf

Wir halten täglich eine Besprechung im gesamten Team ab, in der wir Ihre Situation und den Verlauf Ihrer Therapien gemeinsam reflektieren. Daran nehmen Ärzte, Pflegekräfte, Therapeuten, Seelsorger und Sozialarbeiter sowie die Mitarbeiter des Funktionsdienstes teil. Dadurch ist es uns möglich, Veränderungen Ihrer Gesundheitslage schnell zu erfassen und umgehend darauf zu reagieren.

Team

Dr. med. Lothar van den Abeelen

Kommissarischer Chefarzt

Gabriele Hattemer

Fachärztin

Dr. med. Darja Herrmann

Funktionsoberärztin

Manfred Bender

Teamleitung der Pflege

Telefon:06131 / 147 5390
E-Mail:m-​bender@​kkmainz.​de

Tabea Kallweit

Teamleitung der Pflege

Telefon:016131 / 147 5122
E-Mail:t-​kallweit@​kkmainz.​de

Hanna Kemnitz-Frahm

Teamleitung der Pflege

Telefon:06131 / 147 5115
E-Mail:h-​kemnitz-​frahm@​kkmainz.​de

Sabine Hefner

Teamleitung der Pflege

Telefon:0176 - 15751110
E-Mail:s-​hefner@​kkmainz.​de

Kooperationen

Kooperationspartner

Universitätsmedizin Mainz

Langenbeckstraße 1
55131 Mainz

Telefon:+49 (0) 6131 17-0
Telefax:+49 (0) 6131 17-3496
Internet:http://www.unimedizin-mainz.de/

Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz

Donau-Universität Krems

Dr.-Karl-Dorrek-Straße 30
3500 Krems

Telefon:+43 (0)2732 893-2815
Telefax:+43 (0)2732 893-3110
Internet:http://www.donau-uni.ac.at/de/department/kmbt/geriatrische_medizin_pflege/index.php

Zentrum für Geriatrische Medizin und Geriatrische Pflege

Klinik für Akutgeriatrie

Leitung

Dr. med. Lothar van den Abeelen

Kommissarischer Chefarzt

Terminvereinbarung

Telefonische Terminvereinbarung
über das Sekretariat:

Geriatrische Klinik
Komm. Chefarzt Dr. med. Lothar van den Abeelen

Sekretariat
Telefon: 06131 / 147 476
Telefax: 06131 / 147 550

E-Mail: geriatrie@kkmainz.de

Infomaterial für Patienten

St. Hildegardis-Krankenhaus

Hildegardstr. 2
55131 Mainz
Telefon:06131 / 1470
Telefax:06131 / 575 1610
Internet:www.kkm-mainz.de/www.kkm-mainz.de/