Mammadiagnostik
Brustkrebs ist eine der häufigsten Krebserkrankungen der Frau (circa 50.000 Neuerkrankungen pro Jahr in Deutschland), deswegen ist es wichtig neben der regelmäßigen Selbstuntersuchung ab circa dem 40. Lebensjahr regelmäßig eine Mammographie durchführen zu lassen. Denn je früher der Brustkrebs erkannt wird, desto höher ist die Chance auf eine völlige Heilung.
Untersuchungsmethoden:
- Mammographie
- Galaktographie
- Präoperative Nadelmarkierung mit Präparateradiographie
- Stereotaktische Vakuumbiopsie
- Mammasonographie
- Mamma-MRT – siehe dort
Mammographie
Die Mammographie wird nicht nur zur Früherkennung eingesetzt, besonders auch bei Patientinnen mit familiärer Vorbelastung, sondern auch bei der Abklärung von Tastbefunden.
Sie ist neben der klinischen Untersuchung die Basis der Diagnostik im Bereich der weiblichen (und auch männlichen) Brustdrüse.
Den Termin zur Mammographie sollten Sie, wenn möglich, acht bis zehn Tage nach Ende der Regelblutung vereinbaren, da zu diesem Zykluszeitpunkt das Drüsengewebe am bestmöglichsten zu beurteilen ist.
Achten Sie bitte auch darauf, dass Sie am Tag der Untersuchung kein Deodorant, Creme oder Körperpuder benutzen.
Die Mammographie ist ein Röntgenbild der Brustdrüse. Dieses wird mit speziellen Röntgengeräten, die an die Beschaffenheit des Organes angepasst sind, angefertigt. Durch die „weichere“ Strahlung erhält man einen höheren Weichteilkontrast im Vergleich zu den konventionellen Skelett- oder Lungenaufnahmen. In Verbindung mit den hochauflösenden Mammographiespeicherfolien erlaubt dies eine gute Differenzierung zwischen Fettgewebe, Drüsengewebe, Haut und Gefäßen und erleichtert die Entdeckung krankhafter Veränderungen.
Die Röntgenaufnahmen werden zunächst in zwei Ebenen (Strahlengang von oben nach unten und schräg von innen unten nach oben außen) angefertigt, gegebenenfalls folgen weitere Zusatzaufnahmen.
Für eine gute Qualität der Untersuchung ist es notwendig, die Brust mit einem sog. Tubus gegen die Filmebene zu komprimieren. Gleichzeitig wird hierbei auch die Strahlenbelastung reduziert (Die Strahlenbelastung beträgt für eine Mammographie beider Brüste insgesamt < 5 Millisievert).
Nach der Mammographie schaut sich der Radiologe die Bilder an und wird Sie nach einer Anamneseerhebung (bezüglich Beschwerden, selbst erhobene Tastbefunde oder Familienanamnese) anschließend noch klinisch untersuchen. Dies bedeutet eine äußere Inspektion der Brüste in Verbindung mit einer Tastuntersuchung bis in die Achselhöhlen.
Bei speziellen Fragestellungen werden zusätzlich zur Mammographie noch weitere Untersuchungen durchgeführt, worüber Sie im Gespräch informiert werden.
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