Geschichte der Klinik für Radiologie und Nuklearmedizin

Das erst 1936 erbaute St. Vincenz und Elisabeth Hospital Am Fort Elisabeth wurde während des 2. Weltkrieges teilweise zerstört, konnte aber bereits 1946 nach Renovierung wieder komplett bezogen werden.

Zunächst bestand es aus chirurgischer, internistischer und gynäkologischer Bettenabteilung und auf entsprechenden Belegabteilungen wurden HNO- und Augenerkrankungen versorgt. Die notwendigen Röntgenuntersuchungen wurden unter Verantwortung der jeweiligen Chefärzte mit Hilfe zweier Ordensschwestern durchgeführt.


Mit Einrichtung der selbständigen Röntgenabteilung 1963 unter Herrn Chefarzt Dr. med. Severin, der zunächst keinen leichten Stand gegen die alteingesessenen Bräuche hatte, vergrößerte sich die Abteilung von anfangs einem Allzweck-Diagnostik-Röntgenraum und einem Behandlungsraum mit einer älteren Therapieeinrichtung auf drei Diagnostikräume nach damals neuestem Stand der Technik (zwei Bucky-Arbeitsplätze und ein Durchleuchtungsarbeitsplatz, zunächst noch mit zeitaufwendiger Dunkeladaptation und später mit Bildwandler-Fernseheinrichtung). Damit verbunden war eine Umstellung der bisherigen Handentwicklung in der Dunkelkammer auf ein Rollenentwicklungssystem. Das Ärzteteam wurde durch Oberarzt Dr. med. Bartholomä (ab 1.7.1980 - zuvor seit Oktober 1973 in der Radiologie des St. Hildegardis-Krankenhauses) sowie einen Assistenzarzt/-ärztin der Internistischen Abteilung in Facharztausbildung verstärkt. Die Ordensschwestern erhielten Unterstützung durch weitere vier Mitarbeiter im medizin-technischen Bereich. In den Nächten war immer eine der Ordensschwestern rufbereit.

Im Jahre 1980 kam als neueste Errungenschaft ein Ultraschallgerät mit Realtime-Sektor bzw. Compoundverfahren hinzu.

Mit dem Umzug in das neue Haus im Januar 1982 vergrößerte sich die Abteilung:

  • zwei Bucky-Arbeitsplätze,
  • zwei Durchleuchtungsarbeitsplätze mit Bildwandler-Fernseheinrichtung und 100 Millimeter-Mittelformat-Kamera sowie Videokamera zur Dokumentation von Funktionsuntersuchungen,
  • ein Schichtraum,
  • ein Angiographieraum mit Bildwandler-Fernseheinrichtung mit Serienblattfilmwechsler,
  • ein Ultraschallraum,
  • ein urologischer Raum,
  • zwei Strahlentherapieräume mit Hartstrahltherapieapparat für Halbtiefen- und Tiefentherapie sowie eine Oberflächentherapie,
  • ein Mammographie-Gerät mit neuester Rastertechnik.

Als weiterer diagnostischer Bereich kam die Nuklearmedizin mit einer Großfeld-Gamma-Kamera und angeschlossenem Prozessrechner hinzu.

Entsprechend weitete sich auch das Spektrum der diagnostischen und interventionellen Eingriffen aus. Zunehmend wurden mehr arterielle und venöse Angiographien  der peripheren, abdominellen, thorakalen und cerebralen Gefäße durchgeführt. Abzsessdrainagen und Drainagen der gallen- und harnableitenden Wege sowie diagnostische Punkionen und besondere diagnostische Verfahren wie Myelographien, Arthrographien und Sialographien wurden zum Tagesgeschehen.
Durch die Ausweitung des Spektrum und die Vergrößerung des Krankenhauses wurde eine Rufbereitschaft außerhalb der Notaufnahme  erforderlich

Im Jahre 1988 nach Chefarztwechsel zu Dr. Bartholomä war die Mitarbeiterzahl  auf sechs im ärztlichen  und 18 im medizin-technischen Bereich angestiegen.
In den folgenden Jahren kam es mit  Erneuerung  bzw. Generationswechsel der Geräte zur weiteren Vergrößerung und moderneren Ausstattung der Abteilung.
Im Jahre 1991 wurde der erste Single-Shot-Computertomograph angeschafft, dem 1993 ein Spiral-Computertomograph folgte, der wiederum 2003 durch ein 16-Multislice-CT ersetzt wurde.

1994 beteiligte sich die Abteilung bei dem ersten Teleradiologie Modellprojekt Rheinland-Pfalz mit der Neurochirurgie der Uniklinik Mainz
Nach zwischenzeitlicher Installation eines digitalen Magen-Darm-Durchleuchtungsplatzes erfolgte 1999 mit aufwendigem Umbau die Anschaffung eines Tesla-Kernspintomographen sowie eines multifunktionellen Durchleuchtungs-/Angiographieplatzes mit gepulster Durchleuchtung und digitaler Subtraktionsbildbearbeitung.
Die Ultraschalldiagnostik machte einen Wandel mit durch Anschaffung neuer besser auflösender Geräte mit Schallköpfen unterschiedlicher Frequenzen bis 7,5 MHz für Echtzeit- und Farbkodierte Dopplersonographie.

Mit dem 01.01.2003 erfolgte die Zusammenführung der Radiologischen Abteilungen beider Standorte des kkm unter Leitung von CA Dr. Bartholomä, der auch ärztlicher Direktor beider Standorte wurde.

Bereits ab Oktober 2002 war er nach Ausscheiden des dortigen Chefarztes Dr. Lochner geschäftsführender Leiter auch der Radiologie des St. Hildegardis-Krankenhauses geworden.
2003 erfolgte als weitere Ausweitung der Diagnostischen Verfahren die Anschaffung eines Liegend-Stereotaxie-Tisches.

Weitere Merkmale und Auszeichnungen der Klinik:

  • Zertifizierung als Brustzentrum Oktober 2004,
  • Zertifizierung als Gesamtklinikum Dezember 2004,
  • Zertifizierung Darmzentrum 2006.
  • Seit 2003 Akademisches Lehrkrankenhaus mit Wahlpflichtfach Radiologe im St. Vincenz und Elisabeth Krankenhaus, im St. Hildegardis-Krankenhaus Konsilarfach

Zum 01.05.2007 fand der zweite Chefarztwechsel seit Bestehen der Klinik zu Priv. Doz. Dr. med. Jörn O. Balzer statt.

Im Laufe des Jahres 2008 wurde die Digitalisierung der gesamten Abteilung mit Umstellung auf PACS und RIS verwirklicht.


Zeitgleich erfolgten die ersten Umbaumaßnahmen mit Umgestaltung und Modernisierung des Bereiches Anmeldung und Warteraum.

Ebenfalls 2008 konnte die betagte Gamma-Kamera in der Nuklearmedizin durch eine Doppelkopf-Gamma-Kamera der neusten Gerätegeneration ersetzt werden.

Im Februar 2009 erfolgte die Umsetzung der zweiten Bauphase mit Aufstellung eines 64-Zeilen-Computertomographen der neusten Generation sowie eines angiographiefähigen Multifunktionsarbeitsplatzes mit Flachbilddetektor und 2K Bildmatrix.

Konsekutiv erweiterte sich allmählich die Mitarbeiteranzahl, die heute im ärztlichen Bereich im St. Vincenz und Elisabeth Hospital neun, im medizin-technischen Bereich 23 und im administrativen Bereich vier beträgt. (St. Hildegardis-Krankenhaus vier / zehn / vier)

 

 

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