Menstruationsstörungen (Regelstörung)

Unter Menstruationsstörungen versteht man Zyklusstörungen, die entweder in der Dauer, der Stärke oder Blutungshäufigkeit von der normalen Menstruation (Eumenorrhoe) abweichen.

Zur Klärung der Ursachen dieser Zyklusstörungen sollte dem Arzt ein Menstruationstagebuch vorgelegt werden können, sodass er entscheiden kann, ob aufgrund der Störung eine Ausschabung und / oder eine Hormontherapie nötig wird.

Die Klassifikation der Menstruationsstörungen:

Amenorrhoe (ausgebliebene Blutung)

Die Amenorrhoe gehört zu den häufigsten Menstruationsstörungen und bezeichnet das Fehlen oder Ausbleiben der Monatsblutung ohne weitere Symptome. Bei der Amenorrhoe unterscheidet man:

  • Primäre Amenorrhoe
    wenn nach Vollendung des 15. Lebensjahres noch keine Menstruationsblutung aufgetreten ist
  • Sekundäre Amenorrhoe
    wenn bereits Monatsblutungen erfolgt sind und blutungsfreie Intervalle von drei Monaten eintreten.

Eine besondere Form stellt die Postpill-Amenorrhoe dar, die bei circa drei Prozent aller Frauen, die die Pille einnehmen, auftritt. Hierbei handelt es sich um ein Ausfallen der Menstruation von mindesten drei Monaten, nachdem die Antibabypille abgesetzt wurde.

Eumenorrhoe

Normale ohne Beschwerden verlaufende menstruelle Blutung (drei bis fünf Tage)

Störung der Blutungsdauer

Menorrhagie
Verlängerte und verstärkte (mehr als fünf Tage) Menstruationsblutung

Störung der Blutungsstärke

Menorrhagie
Verstärkte und verlängerte Blutung (siehe oben)

Hypermenorrhoe
Verstärkte Menstruationsblutung

Hypomenorrhoe
verminderte, schwache Menstruationsblutung

Schmierblutung /Spotting
schwache Blutung oftmals Zusatzblutung

Störung der Blutungshäufigkeit

Metrorrhagie
Verstärkte Blutung außerhalb des Zyklus mehr als acht Tage anhaltend - als Zwischenblutung oder Zusatzblutung

Polymenorrhoe
Unregelmäßige oder regelmäßige verkürzte Zyklen - (Zyklus unter 21 Tagen)

Oligomenorrhoe
Sehr seltene Regelblutung mit verlängertem Zyklus (Zykluslänge mehr als 35 Tage)

Amenorrhoe
Eine nicht stattfindende Blutung, die länger als drei Monate besteht (siehe oben)

Unregelmäßige Blutung
stark wechselnde Intervalle zwischen zwei Regelblutungen

Störung der Befindlichkeit

Dysmenorrhoe
schmerzhafte, krampfhafte Menstruationsblutung

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